Der Regulierung zum Trotz: Binance setzt auf Monero, Zcash und Dash

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Bildquelle: Chris Sansbury, pixabay.com

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Ein starkes Signal

Erst vor kurzem eröffnete Binance seine Lendingplattfom und stellte sie seinen Kunden zur Verfügung. Heute informierte der CEO per Twitter über die jüngste Entscheidung des Unternehmens.

Ab dem 20.09.2019 wird Binance Monero, Zcash und Dash ebenfalls im Lending anbieten. Kunden werden in der Lage sein gegen einen fixen Zinsatz ihre Einlagen zu verleihen. Wie auch bei den anderen Angeboten gilt eine Obergrenzen an Einlagen, die insgesamt akzeptiert wird. Dementsprechend wird es auch keine Reservierungen geben, wer daran teilnehmen möchte muss schneller sein als andere Interessenten.

Eine schöne Geste ist das Vorzeichen, unter dem „CZ“ die Änderung bekannt gegeben hat. Denn er fragte danach, wer die Privatsphäre und damit den Datenschutz als ein Grundrecht ansieht. 


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Umsetzung bedroht Privacy Coins

Der Stein des Anstoßes sind die Regeln und Empfehlungen der FATF. Diese soll damit sorgen, dass Nutzer von Kryptowährungen weltweit überwacht werden können und damit die Finanzströme offengelegt werden. 

Die sogenannte „Travel Rule“ bereitet den Privacy Coins die größten Schwierigkeiten, denn einige Börsen gehen wohl davon aus, dass bestimmte Kryptowährungen diese nicht erfüllen können. Die Börsen sollen demnach bestimmte Kundendaten übertragen, sobald eine Transaktion 1000 US-Dollar überschreitet. 

Nun scheiden sich die Geister darüber, ob man mit Kryptowährungen, wie Monero, Zcash und Dash überhaupt die Auflagen erfüllen kann. Letztlich könnte man immer noch sagen, wer der Empfänger ist, wann sie stattfand und an welche Adresse sie ging. Umgekehrt gilt gleiches für den Empfang auf der Börse, nur das man hier nicht sicher wissen kann, wer der Absender ist.

Die Angst geht um

Nun machen sich in vielen Communities Ängste breit. Nicht zuletzt, weil OKEx in Korea fünf Privacy Coins aus dem Handel nahm. Dagegen setzt Binance, als eine der größten Krypto-Börsen der Welt, ein starken Signal.

Ob Monero & Co gegen die Auflagen verstoßen ist noch längst nicht abschließend entschieden. Dies hängt auch davon ab, ob regional zuständige Behörden Druck machen oder nicht. Anscheinend ist man in Malta entspannter als in Korea. 

Quelle: Binance

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