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Der Bitcoin-Standard: Lateinamerikanische Staaten könnten nachziehen

Bitcoin Wallet erklärt
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Kompakt:

  • Vorgestern gab der Präsident von El Salvador bekannt, dass die Nation Bitcoin in den Status seiner Landeswährung erheben will.
  • Nun signalisieren verschiedene Politiker in Lateinamerika ihre Zustimmung zu der Entscheidung via Social Media.
  • Der gemeinsame Nenner zwischen den verschiedenen Staaten ist die fortschreitende Entwertung ihrer Landeswährungen.

Mit seiner Entscheidung über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abstimmen zu lassen, der Bitcoin in den Status einer Landeswährung erhebt, hat Nayib Bukele eine Bewegung ausgelöst. Denn nun signalisieren verschiedene Politiker aus Brasilien, Paraguay und Argentinien ihre Zustimmung. Im Stil der Bitcoin-Community fügten sie ihren Social-Media-Profilen Laseraugen hinzu und gaben auch Statements ab.

So kündigte der paraguayische Abgeordnete Carlos Antonio Rejala Helman an, dass man in naher Zukunft ein nicht näher benanntes Projekt in Paraguay auf den Weg bringen will. Eine Andeutung, die keinen Zweifel daran lässt, dass er eine ähnliche Lösung für sein Land anstrebt wie El Salvador. Auch der argentinische Politiker Francisco Sánchez verpasste sich stolz die Laseraugen, genau wie sein brasilianischer Kollege Fabio Ostermann.

Damit ist zwar keine Entscheidung in diesen Ländern gefallen, aber es wird deutlich, dass die jüngere Generation von Bürgern und ihre Vertreter Bitcoin als eine echte Alternative zu dem maroden System sehen, in das viele Menschen in den Ländern das Vertrauen verloren haben.

Studie belegt: Lateinamerikaner vertrauen auf Bitcoin

Eine Studie aus dem Jahr 2020 kam zu einem ganz ähnlichen Bild, denn in den Umfragen, die man in Lateinamerika durchführte, zeigte sich ein hohes Misstrauen gegenüber Banken. Wer würde das den Bürgern in einem Land wie Argentinien auch verübeln wollen?

Gleichzeitig kamen die Wissenschaftler damals zu dem Schluss, dass Kryptowährungen ein überdurchschnittlich hohes Vertrauen genießen und anders als in Europa nicht unbedingt nur als Spekulationsobjekt betrachtet werden.

Damit setzt Bukele also nur das um, was sich wenigstens ein Teil der Bevölkerung wünscht und auch in anderen Ländern innerhalb Lateinamerikas zumindest bei einem Teil der Bevölkerung populär sein dürfte.

#LaserEyes schadet dem Bitcoin-Kurs

Den Markt bringt diese Entwicklung nicht in bullishe Stimmung. Wenn institutionelle Investoren aufspringen, fließt Geld rein, wenn Staaten Bitcoin zum Gegenstand ihrer Währungs- und Wirtschaftspolitik machen, dann fließt Geld ab. Niemand weiß, was passiert, wenn ein ganzes Land Bitcoin zum Standard erhebt und vielleicht gefällt den Investoren diese Unsicherheit nicht.

Eine andere, jedoch nicht ganz ernst gemeinte Erklärung ist die Korrelation zwischen den „LaserEyes“ auf Twitter und dem sinkenden Kurs. Subjektiv bekommt man den Eindruck, dass je mehr Nutzer ihr visuelles Bekenntnis leisten, desto tiefer sinkt der BTC-Kurs.

Abseits dieser scherzhaften Überlegung ist die Hoffnung jedoch noch nicht ganz verloren. Denn solange 30.000 US-Dollar intakt bleiben, bildet BTC kein neues Tief und könnte damit im besten Fall in der bisherigen Range bleiben, müsste sich dann aber als Nächstes bei der Marke von 34.000 US-Dollar erneut beweisen.

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