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Sensation: Bitcoin wird gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador

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© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Kompakt:

  • El Salvador könnte schon bald Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennen.
  • Dies kündigte Präsident Bukele in einer Videobotschaft während der Bitcoin 2021 an.
  • Damit wäre das mittelamerikanische Land der erste Staat, der diesen Schritt wagt.  

Ein historischer Moment für Bitcoin und die Menschen in El Salvador. Jack Mallers erläuterte dem Publikum in einer emotional aufgeladenen Ansprache während der Bitcoin 2021 sein persönliches Engagement in El Salvador und das seines Unternehmens.

Das kleine mittelamerikanische Land ist durch den Bürgerkrieg und seine Folgen in seiner Entwicklung weit zurückgeworfen worden, und rund 70 % der Bevölkerung hat keinen Zugang zu einem Bankkonto oder allgemeiner betrachtet zum internationalen Finanzsystem. Mallers Unternehmen Strike hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Zahlungsinfrastruktur auf Basis von Bitcoin aufzubauen. Dazu wurde Strike in der jüngeren Vergangenheit auch in El Salvador aktiv.

Jetzt soll der nächste Schritt erfolgen und Strike will Staaten den Zugang zu Bitcoin ermöglichen. Mallers kündigte an, weite Teile seiner Arbeit zu diesem Zweck frei und quelloffen zur Verfügung stellen zu wollen.

Kongress soll abstimmen

In einer Videobotschaft, die Mallers einblendete, richtete Präsident Bukele das Wort an das Publikum. Bitcoin soll demnach gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador werden und der Präsident will den Kongress dazu über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abstimmen lassen.

Sollte die Zustimmung erteilt werden, dann wäre das Land die erste Nation, die Bitcoin diesen Status zuschreibt. Ohne Frage ein historischer Moment, aber gleichzeitig auch eine Bewährungsprobe. Denn Bitcoin rückt zunehmend in den Fokus von Kritikern und Regulatoren.

Zuletzt war es die Debatte darüber, ob Bitcoin-Mining zu viel Energie verbraucht und daher eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Nun werden wirtschaftliche Interessen eines ganzen Landes und seine finanzielle Infrastruktur mit Bitcoin verknüpft.

Bitcoin bekommt eine politische Dimension

Mit dem Vorstoß bekommt Bitcoin eine politische Dimension, denn bisher war die Kryptowährung nicht direkt an staatliche Interessen gekoppelt. Präsident Bukele gilt als modern, steht aber wegen seines autoritären Führungsstils in der Kritik.

Sollte das Land tatsächlich auf BTC umsteigen, dann könnte bei Unstimmigkeiten mit anderen Nationen Bitcoin zum Ziel von Sanktionen werden. Dabei lässt sich das Netzwerk sicher nicht abschalten oder verbieten, aber überall, wo ein Brückenschlag zum traditionellen Finanzsystem notwendig ist, können Staaten eingreifen.

BTC-Kurs zeigt Schwäche

Den Markt ließ die Ankündigung indessen kalt. Tatsächlich rutschte BTC gestern Nacht sogar weiter ab, verblieb aber innerhalb der Range. Während waschechte Bitcoiner die Entscheidung von Präsident Bukele als logischen Schritt in der von Bitcoin ausgelösten Revolution betrachten, können Spekulanten damit nicht viel anfangen.

El Salvador gehört zum ärmeren Teil der Welt und daher ist kein großer Zustrom an Geldern zu erwarten. Somit bleibt der BTC-Kurs weiter in seiner Warteposition und sendet bisher kein deutliches Signal, wohin die Reise gehen wird.

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