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Decentralized Finance: FBI warnt vor Hacks und Exploits

Gebäude FBI
Bildquelle: Emily Studer, pixabay.com

  • Das FBI veröffentlichte gestern eine Warnung für Anleger.
  • Demnach nehme die Kriminalität im Bereich Decentralized Finance zu.
  • Außerdem gab man eine Reihe von Ratschlägen, wie man sich schützen kann.

Decentralized Finance ist trotz der bearishen Stimmung ein Wachstumsmarkt, der nicht nur Anleger und Unternehmen anlockt, sondern auch Kriminelle. In den letzten 3 Jahren kam es immer wieder zu Exploits, Hacks und Phishing-Attacken. Alleine der Schaden der drei größten Hacks übersteigt 1 Milliarde US-Dollar.

Unlängst sehen sich Anleger vor und prüfen nicht nur den Background von Programmierern und Unternehmen, sondern auch die Smart Contracts welche diese erstellen. Doch dem sind zumeist Grenzen gesetzt. Denn das technische Verständnis bringt längst nicht jeder mit und selbst wenn, dann greifen häufig viele Smart Contracts ineinander, was es noch schwerer macht, das Ganze zu prüfen.

Insbesondere bei sogenannten Bridges kam und kommt es aufgrund der Komplexität immer wieder zu folgenschweren Hacks. Das hat auch das FBI verstanden und warnt vor Betrügern und kriminellen Hackern.

FBI empfiehlt Überwachung

Die Aktivitäten von Cyberkriminellen haben das FBI unlängst auf den Plan gerufen. Denn mit den Sanktionen des OFAC gegen Tornado Cash und den Bitcoin-Mixer Blender.io, haben die USA deutlich gemacht, dass sie einen Teil der damit verbundenen Aktivitäten Nordkorea zuschreiben.

Anlegern wird vom FBI zur Due Diligence geraten. Insbesondere Security Audits sind demnach wichtig und sollten erfolgt sein, bevor eine dezentrale Finanzapplikation am Markt verfügbar gemacht wird. Dieser Teil dürfte für die meisten Anleger ohnehin selbstverständlich sein.

Interessanter ist jedoch, was das FBI den Machern hinter den Kulissen empfiehlt. Sie sollen dazu übergehen, die Nutzer ihrer Anwendungen in Echtzeit zu überwachen und Notfallpläne zu entwerfen, falls es zu einem Vorfall kommt. Das Monitoring von Anlegern ist mittlerweile guter Standard geworden und die meisten Börsen nutzen die Dienste von Chainalysis oder anderen Anbietern. Es sieht danach aus, als ob DeFi gezähmt wird und die sich die Wild-West-Zeiten dem Ende nähern.