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Das Bitcoin-Whitepaper wurde 13 Jahre alt

Bitcoin Wallet erklärt
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 31. Oktober 2008 wurde das Bitcoin-Whitepaper durch Satoshi Nakamoto veröffentlicht.
  • Nur wenige Monate später wurde der sogenannte Genesis-Block erzeugt.
  • Weltweit feierte die Bitcoin-Community den Tag, an dem die revolutionäre Idee zu Papier gebracht wurde.

Das Whitepaper feierte gestern seinen Geburtstag und mit ihm zusammen die internationale Bitcoin-Community. Viele prominente Gesichter nutzen die Gelegenheit, daran zu erinnern, worum es bei Bitcoin eigentlich geht. Nämlich ein globales Währungsnetzwerk, das zensurresistent und frei für jedermann zugänglich ist.

Dass die Botschaft gar nicht oft genug wiederholt werden kann, lässt sich leicht daran bemessen, dass viele Menschen den Bitcoin nicht als Chance für einen Neuanfang begreifen, sondern primär als Anlage verstehen. Das eine schließt das andere zwar nicht aus, doch läuft die Idee schnell Gefahr in Vergessenheit zu geraten, wenn Bitcoin nur zur Spekulation verwendet wird.

Das Whitepaper selbst ist in den letzten Jahren immer wieder zum Zankapfel geworden. Schließlich ist es leicht, seine eigenen Überzeugungen mit Passagen des historischen Dokuments zu unterfüttern.

Von BCH zu CSW

Einer der wohl erwähnenswertesten Fälle ist der Streit um die technologische Ausrichtung von Bitcoin aus dem Jahr 2017. Die Befürworter einer Erhöhung der Block-Size betonten immer wieder den Aspekt des „peer-to-peer electronic cash system“, darunter auch Roger Ver. Dabei handelt es sich um einen Teil der Überschrift des Whitepapers. Bis heute bestehen die Anhänger von Bitcoin Cash darauf, dass ihre Interpretation die richtige ist, obgleich sich BCH nie durchsetzen konnte.

Trauriger Höhepunkt um das Whitepaper dürfte wohl der juristische Streit sein, der von Craig Wright losgetreten wurde. Erst in diesem Jahr setzte er vor Gericht durch, dass die Website bitcoin.org das Whitepaper nicht mehr in Großbritannien zur Verfügung stellen darf. Dabei ist Wrights Anspruch auf die Urheberschaft mehr als umstritten.

Wer bisher nicht die Gelegenheit hatte, den Text selber zu studieren, findet aber genug Anlaufstellen und zwar auch in Großbritannien. Selbst die Sprachbarriere spielt hier keine Rolle mehr, denn das Whitepaper liegt unlängst auch in einer deutschen Version vor.

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