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BitMEX scheitert bei der Übernahme des Bankhauses von der Heydt

Seifenblase
Bildquelle: Alexas_Fotos, pixabay.com

  • Im Januar zeichnete sich eine Akquise des Bankhauses von der Heydt durch die BXM Operations ab.
  • Jetzt wurde bekannt, dass die Übernahme geplatzt ist und BitMEX damit keinen Fuß in Deutschland fassen kann.
  • Über die Gründe schweigen beide Parteien, es wird jedoch spekuliert, dass die BaFin die Akquise unterbunden hat.

Das Bankhaus und die Bitcoin-Börse werden nicht zusammenkommen, wie Finance Forward am Donnerstag berichtete. Die Hintergründe für das Scheitern des Deals sind jedoch immer noch unklar, weil beide Vertragsparteien eisern zu den Details schweigen.

Da im Januar aber bekannt geworden war, dass die Übernahme noch die Zustimmung der BaFin braucht, wird darüber spekuliert, dass die Aufsichtsbehörde ihren Daumen am Ende gesenkt und den Deal verhindert hat. Die Übernahme des Bankhauses von der Heydt hätte für Deutschland und Europa eine hohe Tragweite gehabt, denn BitMEX hätte damit schlagartig eine Banklizenz erhalten.

Innovatives Trading kann man zwar nach wie vor anbieten, allerdings ohne eine Lizenz, die in Deutschland anerkannt wird.

Vom Saulus zum Paulus

Nachdem BitMEX jahrelang über ein Firmengeflecht in den Seychellen insbesondere an den Auflagen von US-Aufsichtsbehörden vorbei operierte, kam es schließlich zum Eklat. Die CFTC leitete ein Verfahren ein, in dem man im Sommer 2021 eine Einigung erzielen konnte, die BitMEX insgesamt 100 Millionen US-Dollar kostete.

Im Rahmen des Verfahrens gab es nicht nur einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens, sondern auch eine Neuausrichtung, was die Compliance anbelangt. Neben dem obligatorischen KYC-Verfahren für Neu- und Bestandskunden zeigt man sich interessiert daran, zukünftig im Einklang mit allen Gesetzen und Bestimmungen zu arbeiten.

Daher dürfte der gescheiterte Deal besonders schmerzhaft sein, denn damit sind nicht nur die verbundenen Pläne für ein Krypto-Hub im Herzen von Europa geplatzt. Nach der Akquisition hatte man regulierte Krypto-Produkte und eine geschäftliche Expansion in Europa angekündigt, die es zumindest in dieser Konstellation nicht geben wird.

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