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BitMEX kündigt Airdrop an – BMEX kommt 2022

Chipstapel am Pokertisch
Bildquelle: Joachim Kirchner, pixabay.com

  • BitMEX kündigte vor Weihnachten einen eigenen Exchange-Token an.
  • Am 1. Februar 2022 sollen Neu- und Bestandskunden einen Airdrop erhalten.
  • Danach soll der Token Teil eines umfassenden Bonusprogramms werden.

BitMEX kündigte vor Weihnachten den Airdrop eines eigenen Tokens an. Dieser soll die Kunden der Börse per Airdrop in ihrem Kundenkonto am 1. Februar 2022 erreichen. Neukunden bekommen ein Handgeld von 5 BMEX und 10 USDT, wenn sie sich registrieren und den KYC-Prozess vollständig durchlaufen.

Außerdem verspricht man, 25 % der anfallenden Handelsgebühren in Form von Token an die Kunden zurückzuzahlen. Zusätzlich kann über ein Kunden-werben-Kunden-Programm eine Prämie verdient werden. BMEX wird eine Umlaufmenge von 450 Millionen Token haben. Dabei werden 20 % der Umlaufmenge für die Angestellten reserviert und weitere 25 % werden von der Börse gehalten.

Wirklich vorteilhaft soll BMEX aber erst ab dem zweiten Quartal 2022 werden. Dann startet der Spothandel und es wird möglich, Bartransfers per Überweisung abzuwickeln. Außerdem soll mit dem Startschuss für den Spotmarkt der hauseigene Token handelbar werden. Vorher kann man ihn nicht einmal transferieren. BitMEX wird also ein Stück Neuland betreten, denn bisher war der Handel mit Derivaten das Kerngeschäft der Bitcoin-Börse.

Ist BMEX eine Chance oder ein Reanimationsversuch?

Eigentlich ist BitMEX eine alteingesessene Institution, wenn es um den Handel mit Bitcoin-Derivaten geht. Doch die Klage gegen die drei Gründer und die Ermittlungen der CFTC warfen das Unternehmen geschäftlich zurück.

Das Ermittlungsverfahren der CFTC wurde gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt und die Leitung übernahm unlängst der ehemalige Chef der Börse Stuttgart. Dennoch verlor BitMEX an Boden und fiel nach Handelsvolumen hinter Binance und FTX zurück. Der Grund hierfür ist einfach. Vor der Klage in den USA konnte man US-Kunden, die einen VPN benutzten, einfach bedienen. Diese waren zwar offiziell durch die Geschäftsbedingungen ausgeschlossen, da aber die Identität der Kunden nicht überprüft wurde, fiel das nicht weiter ins Gewicht.

Seitdem die Behörden in den USA Alarm geschlagen haben, ist damit jedoch endgültig Schluss. Jeder Kunde muss sich gegenüber der Börse ausweisen. Und nun muss sich BitMEX neu erfinden und wagt sich daher auch an Themen wie den Spothandel und die Rolle als „Fiat-Rampe“. Hierbei könnte ein hauseigener Token eine Schlüsselrolle spielen.

FTX und Binance haben mit ihren Exchange-Token zwei der größten Erfolge am Markt erzielt. Das liegt aber auch daran, dass die Anreize für die Kunden der Börse stets sehr hoch waren, den Token zu verwenden. In ihrem ureigentlichen Sinne waren beides seit jeher Utility-Token. Wenn BitMEX mit dem Modell Erfolg haben will, dann muss man zeigen, warum es für die Nutzer der Börse Sinn macht, den Token auch zu kaufen.

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