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Bitcoin überverkauft: Kann der Kurs noch tiefer sinken?

Bitcoin in den roten Zahlen
Bildquelle: © stock.adobe.com

  • In der Chartanalyse zeigt sich Bitcoin überverkauft.
  • Eine Bodenbildung setzt deshalb nicht automatisch ein.
  • Es lassen sich jedoch klare Bedingungen für eine Erholung definieren.

Der RSI zeigt im täglichen Chart deutlich an, dass Bitcoin überverkauft ist. Allerdings sollte man diesen Indikator nie isoliert betrachten, denn ein beliebiges Asset kann lange Zeit als überkauft oder überverkauft gelten. Wenn manche Marktbeobachter also von „Oversold“ schwärmen, sollte man nicht automatisch blind zukaufen.

Der größte Engpass ist aktuell frische Liquidität, denn es fließt seit Februar nur noch Kapital aus dem Kryptomarkt ab. Daher sollten sich Anleger darauf einstellen, dass Bitcoin weiter seitwärts geht oder Richtung Süden abdreht. Letzteres dürfte insbesondere der Fall sein, wenn genügend Long-Positionen aufgebaut sind, die sich liquidieren lassen. Zudem könnten weitere Hiobsbotschaften den Markt empfindlich belasten. Binance und Coinbase werden in den USA durch die SEC verklagt und Ripple muss sich vielleicht auf ein Berufungsverfahren vorbereiten.

Daraus ergibt sich genügend Stoff, der die Fantasie der Bären beflügeln kann und für weitere Abverkäufe sorgt. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der eine Rolle spielen könnte. Im wöchentlichen und monatlichen Chart befindet sich der RSI nämlich noch lange nicht am Tiefpunkt. Anleger sollten also auch auf die Entwicklung in den übergeordneten Timeframes achten, denn sie geben oftmals den Ton an.

Ist ein Kurseinbruch auf 10.000 USD möglich?

In den Medien werden durch Analysten und Influencer verschiedene Kursziele diskutiert, die allesamt irgendwo zwischen 10.000 und 14.000 US-Dollar gestaffelt sind. Dort waren zwischen 2019 und 2020 die Hochpunkte verortet, bevor im Dezember 2020 der Bullenmarkt begann.

Somit eignet sich diese Spanne für mögliche Kursziele, was selbstverständlich einen Zusammenbruch des Marktes voraussetzt. Wer auf diese Kursziele spekuliert, rechnet also mit einem Kollaps, denn man könnte auch argumentieren, dass der Markt die oben erwähnten Krisen bereits eingepreist hat. Außerdem bleibt die SEC eine Antwort auf die ETF-Anträge schuldig und sollte diese positiv ausfallen, dann wäre das bullish.

Zudem müsste sich bei einer neuerlichen Talfahrt zeigen, ob die Marke von 15.000 US-Dollar nicht am Ende eine Unterstützung bietet und dort die Bodenbildung erfolgt. Denn Kursziele zwischen 10.000 und 12.000 US-Dollar wurden schon 2022 diskutiert, aber nie erreicht. Es gibt also keinen garantierten Einbruch auf die vorgenannten Preislevel, wohl aber ein Risiko, dass Bitcoin sich nicht oberhalb von 20.000 US-Dollar halten kann.


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Wann kommen die Bullen zurück?

Anhand der aktuellen Situation kann beobachtet werden, dass die Bullen von frischem Kapital abhängig sind. Daher gibt es ein klares Kriterium für einen langfristigen Trendwechsel. Erst wenn Liquidität in den Markt strömt, kann sich die Situation dauerhaft stabilisieren.

Bis dahin sind zwar auch kleinere Erholungsrallyes möglich, die dann aber keinen Trendwechsel ankündigen. Anleger sollten daher vorsichtig sein, um nicht in eine Falle zu laufen und weiteren Abverkäufen zum Opfer zu fallen.

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