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Bitcoin schützt: EZB kann Inflation bis 2025 nicht eindämmen

Christine Lagarde
Christine Lagarde im Februar 2023. | Bildquelle: © European Union 2023 – Source: EP (CC-BY-4.0)

  • Die EZB kann die Inflation nicht schnell genug eindämmen.
  • Bitcoin wird deshalb im Euro-Raum wieder als Inflationsschutz diskutiert.
  • Dabei bleibt BTC bislang ein lukratives, aber kein risikoarmes Investment.

Die EZB wird das Inflationsziel von 2 Prozent in den nächsten Jahren verpassen. Stattdessen gehen die Banker davon aus, dass man im Jahr 2025 wieder auf Spur fahren wird. Bis dahin wird es für Verbraucher noch ein steiniger Weg, denn die Inflation greift ihnen still ins Portmonee, was ebenfalls Auswirkungen auf die Konsumlaune hat.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat für Ende Juli einen weiteren Zinsschritt in Aussicht gestellt. Danach soll aber damit Schluss sein, wenn man EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau glaubt. Laut Galhau erreichen die Zinsen dann ein Plateau, welches man bis 2025 halten muss. Eine Anhebung des Inflationsziels halten die EZB-Spitzenfunktionäre hingegen für ausgeschlossen.

Die EZB verliert an Glaubwürdigkeit

Ob ab August tatsächlich eine Zinspause eingelegt wird, muss sich erst noch zeigen. Bislang hat sich die EZB bei der Kommunikation mit der Öffentlichkeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. So gab Frau Lagarde in jüngerer Vergangenheit zum Besten, dass die Inflation vollkommen überraschend eingetreten sei und brachte sie u. a. mit dem Krieg in der Ukraine in Zusammenhang.

Dabei unterschlug sie jedoch, dass die Inflation sehr viel früher begann und die EZB diese Warnzeichen hätte erkennen können oder vielleicht sogar müssen.

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Es war ebenfalls Christine Lagarde, die noch im Jahr 2021 davon gesprochen hatte, dass die damals einsetzende Inflation nur ein vorübergehender Effekt sei. Damals schlug die EZB alle Kritik und Warnungen bezüglich ihrer Zins- und Geldpolitik in den Wind. Von einer Überraschung kann also eigentlich keine Rede sein, auch wenn sich der Krieg sicherlich nicht günstig auf die Inflation ausgewirkt hat.

Kann Bitcoin vor der Inflation schützen?

Bitcoin ist aufgrund seiner strengen Limitierung tatsächlich die härteste Währung. Problematisch ist jedoch, dass der Kurs immer noch von Spekulation angetrieben wird. Man könnte sicherlich argumentieren, dass BTC aufgrund seiner historischen Performance ein wirksamer Inflationsschutz ist.

Weil aber die Spekulation immer noch ein treibender Faktor ist, bleibt Bitcoin bis zu einem gewissen Maß von der Laune des Marktes abhängig und zeigt sich deshalb u. a. empfindlich gegenüber den Zinsschritten der US-Notenbank Fed. Dieser Umstand spricht selbstverständlich gegen Bitcoin als Inflationsschutz.

Blickt man allerdings auf Länder, in denen die Inflation bereits aus dem Ruder gelaufen ist, dann wird klar, dass Bitcoin trotzdem eine hohe Stabilität besitzt und gleichzeitig eine unerreichte Verfügbarkeit im Vergleich zu Devisen. So hat BTC gegenüber dem Dollar seit November 2021 zwar kräftig verloren, kann aber weltweit Peer-to-Peer transferiert und verwahrt werden. In Ländern wie Argentinien gibt es Kapitalkontrollen und der Zugang zum US-Dollar ist schon seit Jahren eingeschränkt. Bitcoin ist hingegen immer verfügbar und ein Inflationsschutz bemisst sich nicht ausschließlich an seiner Kursentwicklung.

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