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Bitcoin-Rally könnte einer Zinssenkungen der Fed im Weg stehen

Federal Reserve Fassade
Bildquelle: © stock.adobe.com

  • Die jüngste Rallye von Bitcoin über 60.000 Dollar könnte laut JPMorgan-Stratege Kolanovic die US-Notenbank Fed davon abhalten, die Geldpolitik zu lockern, um eine Überbewertung der Vermögenspreise und eine weitere Inflation zu vermeiden.
  • Patrick Felder von Prismatic Capital rechnet hingegen mit einer Zinssenkung der Fed im Wahljahr, geht jedoch von höheren Zinssätzen im Jahr 2025 aus.
  • Der Anstieg von Bitcoin, unterstützt durch den Erfolg von Bitcoin ETFs und das bevorstehende Halving, signalisiert eine positive Marktentwicklung, trotz der aggressiven Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2022 zur Bekämpfung der Inflation.

Die jüngsten Kursgewinne von Bitcoin und der Anstieg bei Technologieaktien könnten die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dazu veranlassen, eine Senkung der Zinssätze zu überdenken. Dies äußerte Marko Kolanovic, Chefmarktstratege bei JPMorgan Chase & Co., in einem aktuellen Bericht. Kolanovic warnt, dass die aktuelle Rallye sowohl bei der größten digitalen Währung als auch im Technologiesektor die Fed möglicherweise zögern lässt, die Geldpolitik zu lockern.

Bitcoin-Rallye könnte Überbewertung signalisieren

Nach Kolanovic könnte der Sprung von Bitcoin über die 60.000-Dollar-Marke dazu führen, dass die Geldpolitik länger straff bleibt, um das Risiko einer weiteren Inflation der Vermögenspreise oder einen erneuten Anstieg der Inflation zu vermeiden. Der Stratege deutet darauf hin, dass die aktuellen Kurssteigerungen im Tech-Sektor und bei Bitcoin als Anzeichen für eine Überhitzung im Markt gesehen werden könnten, was wiederum zu einem Preisanstieg führen könnte.

Patrick Felder, Gründer und CIO von Prismatic Capital, teilt die Ansicht, dass die Preisentwicklung von Bitcoin zwar beobachtet wird, aber nur einer von vielen Faktoren ist, welchen die Fed berücksichtigt. Felder erwartet, dass die Fed noch in diesem Wahljahr die Zinsen senken wird, jedoch die Zinssätze 2025 höher als erwartet halten könnte.

Bitcoin erreicht kurzzeitig neues Allzeithoch

Bitcoin erreichte am Dienstag kurzzeitig ein neues Allzeithoch auf Coinbase, Amerikas größter Krypto-Börse, fiel dann aber schnell wieder ab. Aktuell wird Bitcoin zu einem Preis von 67.175 Dollar gehandelt, was einem Anstieg von 57% seit Jahresbeginn entspricht. Zuletzt wurde ein solcher Kurs im November 2021 mit 69.000 Dollar pro BTC erreicht.


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Im Jahr 2022 hatte die Fed mit aggressiven Zinserhöhungen begonnen, um die höchste Inflation der letzten 40 Jahre zu bekämpfen, was sowohl den Aktien- als auch den Kryptomarkt beeinträchtigte. Ein wiedererwachtes Interesse an Technologieaktien und eine allgemeine Markterholung haben jedoch sowohl den Aktien- als auch den Kryptomarkt beflügelt. Analysten erwarten nun, dass die Fed ihre Geldpolitik lockert und die Zinssätze senkt, was dem Kryptomarkt zugutekommen könnte.

Zusätzlich hat der Erfolg der Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs) den Preis für Bitcoin weiter in die Höhe getrieben. Das bevorstehende Bitcoin Halving in einem Monat, ein Ereignis, das traditionell einem neuen Allzeithoch vorausgeht, lässt die Marktteilnehmer auf weitere Kursgewinne hoffen.

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