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Bitcoin-Patente sollen frei bleiben – COPA startet Initiative

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© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Die „Cryptocurrency Open Patent Alliance“ (COPA) will den Markt offener gestalten.
  • Patente werden demnach zu oft missbraucht, um Konkurrenten zu schaden.
  • Die Mitglieder sichern sich die gegenseitige Nutzung von Patenten zu.

Die meiste Arbeit für und an Bitcoin ist ohnehin quelloffen und jedermann frei zugänglich. Doch laut Jackey Dorsey gibt es dennoch Bedarf, einen geschützten Raum zu erschaffen, der es Unternehmen ermöglicht, eigene Patente, die Bitcoin betreffen, mit anderen Firmen zu teilen. Dorseys eigenes Unternehmen Square Crypto, hat daran ein hohes Interesse.

Demnach gäbe es zu viele Marktteilnehmer, die das Patentrecht missbrauchen würden, um den Wettbewerb daran zu hindern, in bestimmten Teilbereich Fortschritte zu erzielen. Der Lösungsansatz ist relativ simpel. Die COPA soll allen Unternehmen und Personen eine Mitgliedschaft in der als Non-Profit ausgerichteten Dachorganisation unterschiedslos ermöglichen.

Die Mitglieder stellen ihre Patente der COPA zur Verfügung, im Gegenzug dürfen sie auf die Bibliothek der Organisation zugreifen und patentierte Technologien der anderen Mitglieder frei nutzen. Ausnahmen sollen nur die Patentanträge darstellen, die dazu dienen sollen, bereits bestehende Patente aufrechtzuerhalten.

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Gemeinsam ist man stark

Die Allianz kann aber nur erfolgreich sein, wenn sich genügend Mitglieder finden lassen, die auch selber fortlaufend eigene Technologien entwickeln und patentieren lassen. Square Crypto will seine eigenen Patente der COPA zur Verfügung stellen, etwas anderes wäre auch kaum zu erwarten gewesen.

Gemeinsam will man die Mitglieder schützen, was letztlich bedeutet, dass die Patente ausschließlich zur juristischen Defensive genutzt werden dürfen. Mitglieder dürfen die Patente u. a. nur dann für offensive Klagen nutzen, wenn ein anderes Unternehmen als Aggressor auftritt und den „Patentfrieden“ seinerseits mit Klagen bedroht.  

Damit bekommen Unternehmen, die Schutzrechte aggressiv nutzen wollen, etwas von ihrer eigenen Medizin zu schmecken oder können sich anschließen.

Nicht nur Bitcoin ist ein Stichwort

Dorsey gilt als ein Verfechter von Bitcoin. Erst gestern erschien ein Interview mit Reuters, in dem Dorsey die Rolle von Bitcoin als Währung des Internets betonte. Er selbst startete mehrere Initiativen, Bitcoin weiterzuentwickeln und zu verbreiten. Die COPA ist im Zuge dessen nur ein weiterer Baustein.

Doch es ist auffällig, dass die COPA nicht nur Bitcoin, sondern Kryptowährungen allgemein schützen will. Es ist absehbar, dass damit auch patentierte Technologien anderer Kryptowährungen ihren Platz in der COPA Bibliothek finden werden.