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Bitcoin-Kurs setzt Rallye fort: 14.000 US-Dollar geknackt

Bitcoin-Kurs fällt
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Der Bitcoin-Kurs durchbrach die Marke von 14.000 US-Dollar.
  • Schon der Oktober galt als einer der stärksten Monate für BTC.
  • Nun befindet sich der Markt in der Preisfindung.

Während die US-Präsidentschaftswahl bisher kein finales Ergebnis präsentieren kann, schafft der Bitcoin-Kurs Fakten. Nachdem man zaghaft an der Marke von 14.000 US-Dollar scheiterte und sie in den letzten Tagen lediglich kurzfristig erreichen, aber nicht halten konnte, durchbrach BTC gestern Nacht diesen entscheidenden Widerstand.

Jetzt gilt das Allzeithoch aus dem Jahr 2019 als überwunden. Denn bis gestern stachen auch immer wieder Skeptiker unter den Marktbeobachtern hervor. Schließlich bestand die latente Gefahr, dass Bitcoin an der gleichen Widerstandszone scheitert wie im Vorjahr.

Doch zur Stunde liegt man bei etwas mehr als 14.400 US-Dollar, was von einem großen Selbstbewusstsein der Bullen zeugt. In der Medienlandschaft wird derweil überwiegend diskutiert, dass die Anleger aufgrund des unsicheren Ausgangs der US-Wahl lieber auf Bitcoin setzen. Eine fragwürdige These, denn sämtliche Indikatoren waren im Vorfeld der Wahl bereits bullish und es ist wahrscheinlicher, dass die Rallye immer noch durch den Vorstoß von PayPal beflügelt wird.

Denn der globale Rollout steht noch an und auch in den USA warten immer noch Kunden auf den Zugang. Wenn es also einen Ansturm durch die Endverbraucher auf Bitcoin geben wird, dann steht dieser noch bevor. Es ist also eher davon auszugehen, dass sich viele Anleger zurzeit eindecken, weil sie diesen Ansturm antizipieren.

Altcoins und Token bluten aus

Derweil sind die guten Neuigkeiten für Bitcoin umso schlechter für alle anderen Kryptowährungen. Schließlich reagiert der Markt mit einer allzu gut bekannten Dynamik. Mit jedem zusätzlichen Schub, den der Bitcoin-Kurs bekommt, verlieren Altcoins und Token an Wert. Dabei lohnt es sich, auf den direkten Wechselkurs zu Bitcoin zu achten.

Denn auch wenn der Kurs in US-Dollar gerechnet stabil bleibt, so schaffen die andern Kryptos keine bessere Performance als BTC. Die Folge ist eine Abwärtsspirale, weil die meisten Anleger ihre Altcoins und Token für Bitcoin abstoßen. Wann schließlich der Punkt erreicht ist, an dem eine absolute Kapitulation stattgefunden hat und keine weiteren Abverkäufe erfolgen, ist schwer vorhersehbar.

Erste Schnäppchenjäger gehen aber bereits jetzt schon auf die Pirsch und kaufen vorsichtig nach. Dabei ist vorläufig nur mit kurzfristigen Rebounds zu rechnen. Wann und ob der Markt jemals wieder starke Rallyes in diesem Sektor sehen kann, bleibt offen. Sofern die bisherigen Marktzyklen erneut eintreffen, so könnte im Mai 2021 mit einer „Altseason“ gerechnet werden.

Steht man den Alternativen zu Bitcoin aber skeptisch gegenüber, so bleibt anzumerken, dass Altcoins genauso gut aussterben könnten. Schließlich hat der Markt genügend negative Erfahrung damit gesammelt. Und sollte BTC tatsächlich jenseits der 20.000 US-Dollar gehandelt werden, so stellt sich die Frage, warum Anleger noch mal einen Appetit auf Kryptos bekommen sollten, die keiner kennt und niemand nutzt.

Am Ende könnte diese Frage schlicht durch menschliche Gier beantwortet werden. Denn eine Neuauflage der sagenhaften Rallyes aus den vergangenen Jahren könnten für viele Anleger ein Anreiz sein.

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