Märkte

Bitcoin-Kurs rutscht ab: Powell schüchtert die Märkte ein

Jerome Powell während einer Konferenz
Bildquelle: Fed / US-Notenbankchef Jerome Powell

  • Jerome Powell stellte heute straffere Zinsschritte in Aussicht.
  • Grund ist der zunehmende Inflationsdruck, der nicht nachlässt.
  • Derweil reagierte Bitcoin verhalten und zeigt eine schwache Struktur.

Jerome Powell drückte heute die Erwartungen der Anleger, indem er in einer Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats weitere Zinsanhebungen in Aussicht stellte. An sich ist das keine große Überraschung, denn der Markt hat sich bereits darauf eingestellt, dass im Jahr 2023 keine Wende durch die Fed zu erwarten ist.

Allerdings ließ Powell durchblicken, dass er die Möglichkeit in Betracht zieht, die Zügel straffer anzuziehen und die Zinsschritte zu erhöhen. Selbstverständlich ist diese Aussage perspektivisch zu verstehen und die Entscheidungen werden von den konkreten Wirtschaftsdaten abhängig sein. Am kommenden Freitag werden in diesem Kontext die Arbeitsmarktdaten eine Rolle spielen.

Viele Analysten hatten antizipiert, dass die Zinsen nicht über 6 Prozent angehoben werden würden. Doch Powell verwies darauf, dass die Wirtschaftsdaten aktuell zu stark sind, um drastischere Schritte auszuschließen.

Bitcoin fällt unter 22.000 Dollar

In Reaktion auf Powells Aussagen rutschte der Bitcoin-Kurs kurzfristig unter 22.000 US-Dollar. Zwar fand BTC knapp unter dieser Linie eine Unterstützung, aber dies zeigt dennoch, dass die Mutter aller Kryptowährungen immer noch sehr empfindlich reagiert.

Bereits am vergangenen Freitag brach der Kurs empfindlich ein. Neben den Inflationsängsten befürchten viele Anleger zurzeit auch intrinsische Schocks. Binance hat sich, sofern sich die jüngsten Vorwürfe bewahrheiten sollten, nicht mit Ruhm bekleckert. Sofern US-Marktaufsichtsbehörden weiteren Handlungsbedarf sehen, könnte der Markt ein noch größeres Debakel erleben, als mit FTX.

Noch gibt sich der Binance CEO wacker und spricht von FUD. Tatsächlich besteht die Chance, dass sich sämtliche Vorwürfe nicht im erwarteten Maß auf die Börse und den Markt auswirken. Vorsichtige Anleger werden deshalb aber trotzdem mit ihrem Kapital an der Seitenlinie in Warteposition gehen. Wer jedoch das Risiko eines systemischen Schocks nicht scheut, der dürfte die aktuelle Kursspanne als Kaufgelegenheit verstehen.

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