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Bitcoin-Kurs klettert vor der heutigen Fed-Sitzung nach oben

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Bildquelle: Albrecht Fietz, pixabay.com

  • Heute Abend wird Jerome Powell eine Pressekonferenz zum FOMC Meeting abhalten.
  • Es wird gemeinhin erwartet, dass er eine Leitzinserhöhung zwischen 25 und 50 Basispunkten ankündigen wird.
  • Der Bitcoin-Kurs konnte sich indessen etwas erholen und erneut fällt dies mit einem Plus an den Aktienmärkten zusammen.

Die Märkte können kurz vor dem FOMC Meeting ein wenig aufatmen. Der Anlass dafür ist jedoch nicht das, was Jerome Powell heute am Abend deutscher Zeit zu verkünden hat, sondern die Entwicklungen in der Ukraine. Der vorsichtige Optimismus bei den Verhandlungen und die jüngsten Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, sorgten an den Aktienmärkten für ein deutliches Plus.

Das war auch am Markt für Kryptowährungen zu spüren und so konnte BTC um knapp 5 % zulegen und notiert zum Redaktionsschluss bei 40.470 US-Dollar. Erneut zeigt sich also eine Korrelation zwischen dem Geschehen an den Aktienmärkten und Bitcoin. Auf der einen Seite ist das besonders positiv, weil es zeigt, dass dieser noch recht junge Markt langsam erwachsen wird. Andererseits scheint damit besiegelt zu sein, dass Bitcoin keine Wette mehr gegen das Finanzsystem ist.

Das „digitale Gold“ ist nicht sonderlich beständig in der Krise und das wirft die Frage auf, wie Bitcoin auf die Leitzinserhöhung der Fed reagieren wird.

Zinserhöhung bleibt bearish für Bitcoin

Bislang gehen die meisten Analysten von einer Erhöhung von 25 Basispunkten aus. Sofern sich diese Einschätzung als wahr erweisen sollte, dürfte der Krypto-Markt wahrscheinlich nicht übermäßig darauf reagieren, da dieses Ergebnis vermutlich bereits eingepreist ist.

Sofern es jedoch heute eine Überraschung geben sollte, dann sind zwei Szenarien sehr wahrscheinlich. Sollte die Erhöhung über das erwartete Maß hinausgehen, dann dürfte sich das negativ auf den Bitcoin auswirken. Sofern die Fed jedoch zurückrudern sollte und keine Erhöhung oder gar eine Senkung in den Negativbereich vornimmt, wäre das ein extrem positives Signal.

Allerdings handelt es sich bei dem letzten Szenario eher um Wunschdenken, denn die Fed hat im Prinzip keine anderen Werkzeuge an der Hand, um die Inflation einzudämmen.

Altcoins bleiben hochriskant

Der Bullenmarkt 2021 hat bei vielen Anlegern den Eindruck hinterlassen, dass kein Kursziel unmöglich ist. Doch die Spielregeln haben sich unlängst geändert. Die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten holen die ganze Welt langsam ein. Der Krieg in der Ukraine ist in dieser Hinsicht die traurige Spitze einer Verkettung von Umständen, die eine globale Rezession zunehmen wahrscheinlicher machen.

Bitcoin kann in dieser aktuellen Situation sehr klar als riskantes Asset ausgemacht werden. Für die Altcoins gilt das noch stärker, denn anders als die Mutter aller Kryptowährungen basieren sie lediglich auf Marketingversprechen, die sich in einer so schlechten Gesamtsituation noch schwieriger einlösen lassen. Von über 5000 verschieden Coins und Token, die auf Plattformen wie Coinmarketcap gelistet sind, darf man den überwiegenden Teil getrost als Vaporware bezeichnen.

Dementsprechend zeigt sich angesichts der Gesamtsituation an den Märkten ein Missverhältnis zwischen Risiken und Chancen, wenn man ein Investment in Altcoins in Betracht zieht.

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