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Bitcoin: Ist der Markt von institutionellen Investoren abhängig?

Bitcoin Kurs fällt
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Über Jahre hinweg wurde BTC als unkorreliertes Asset gepriesen, welches Investoren einen Vorteil durch seine Unabhängigkeit von anderen Märkten verspricht.
  • Doch nun scheint sich eine ausgeprägte Abhängigkeit von der Nachfrage durch institutionelle Investoren zu bilden.

Analysten haben sich seit den frühen Tagen von BTC mit der Frage beschäftigt, ob der Bitcoin-Kurs und der Markt als solches eine Korrelation zu anderen Märkten und Kursbewegungen aufzeigt. Bis auf wenige Ausnahmen war das nie der Fall und so wurde BTC lange Zeit als ein Asset angepriesen, welches sich Investoren als Joker ins Portfolio legen sollten.

Im März 2020 kam dann ein wenig Ernüchterung hinzu, denn Bitcoin rauchte zusammen mit allen anderen Märkten ab, als der Welt klar wurde, wie groß die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft werden würden. Doch Bitcoin erwies sich trotzdem als gute Anlage in der Krise, denn danach trat BTC einen Siegeszug an, der bis in das Jahr 2021 fortdauerte.

Begleitet wurde er von der Meldung, dass PayPal endlich Bitcoin und andere Kryptowährungen integriert. Danach überschlugen sich die Ereignisse, denn immer mehr institutionelle Investoren wollten ein Stück vom Kuchen bekommen.

Ist Bitcoin abhängig von institutionellen Investoren?

Institutionelle Investoren sind nicht gleichzusetzen mit den Märkten, in denen sie sich bewegen. Trotzdem stellt sich die Frage, wo BTC heute wäre, wenn sich all diese finanziellen Schwergewichte nicht auf Bitcoin zubewegt hätten. Ihre Kaufkraft und die Erwartungshaltung aller anderen Marktteilnehmer haben BTC auf das heutige Level gehoben.

Dabei wirkt das ganze Schauspiel augenscheinlich zirkulär. Die institutionellen Investoren decken sich mit BTC ein, um ihre Portfolios unabhängiger von den Entwicklungen anderer Märkte zu machen und machen den Markt für BTC dadurch von ihnen selbst abhängig.

Doch während oft postuliert wird, dass die „Institutionellen“ noch in einer frühen Phase sind, den Markt für sich zu erschließen, sind sie vor allen Dingen eines. Sehr spät dran.

Nur ein Bruchteil bleibt ihnen übrig

Man kommt nicht umhin, in ihrem wachsenden Interesse eine der Ursachen für die Kursrallye der letzten Monate zu finden. Auch wenn sie gigantische Summen investieren, sie sind im Gesamtbild nur eine kleine Minderheit.

Vor ihnen liegen diverse Börsen mit prall gefüllten Wallets und eine riesige Schar von Kleinanlegern, die den Löwenanteil auf sich vereinen. Bedenkt man, dass ca. 1,5 Millionen BTC als verloren bzw. nicht mehr als verfügbar gelten, dann gibt es nicht mehr viele Fahrkarten. In diesem Sinne bilden die Institutionellen zusammen mit den Investoren der ersten Stunde zwar den Geldadel, aber die Kleinanleger verfügen tatsächlich über die meisten BTC.

Es ist absehbar, dass dieses Verhältnis nicht mehr gekippt werden kann, es sei denn, die Kleinanleger würden kollektiv abstoßen. Damit ist der Markt für BTC in erster Linie von den Hodlern abhängig und erst danach von der Nachfrage durch reiche Investoren.

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