Märkte

Bitcoin in der Range: Darum klebt der Kurs bei 30.000 USD

Bär vs Bulle
Bildquelle: © Mikhail Markovskiy - stock.adobe.com

  • Vorgestern wurden die FOMC Meeting Minutes vom Juni veröffentlicht.
  • Der Markt antizipiert deshalb eine Zinserhöhung für Ende Juli.
  • Die Hoffnung auf einen Spot-Bitcoin-ETF hält den BTC-Kurs stabil.

Der Bitcoin-Kurs machte gestern einen Ausflug unterhalb der Marke von 30.000 US-Dollar, und heute notierte er kurzfristig nur noch bei 29.732 US-Dollar. Grund dafür ist die Veröffentlichung der letzten Meeting Minutes der Fed aus der Sitzung im Juni. Sie gibt zu erkennen, dass sich Widerstand gegen eine Pause bei den Zinserhöhungen regt.

Aufgrund des stabilen Jobmarktes in den USA steht laut dem CME Fed Watch Tool sehr wahrscheinlich eine Zinserhöhung im Juli an. Schließlich gilt dieser Indikator bei der Entscheidungsfindung der Fed als besonders wichtig. Dies setzt Bitcoin zusätzlich unter Druck, weshalb BTC in der Range verbleibt, die seit dem 21. Juni das Geschehen am Markt bestimmt.

Ob die Erhöhung damit effektiv eingepreist ist oder das nächste FOMC Meeting im Juli den Markt erneut in Bewegung setzen könnte, gilt als umstritten. Fakt ist, dass Bitcoin in einer Range festklebt, was durch die ambivalenten Signale bedingt ist, die der Markt erhält.

Sind die ETF-Anträge wirklich bullish?

Gemeinhin wird mit einer Bewilligung der Spot-ETFs gerechnet. Mehrere Antragssteller haben ihren Hut in den Ring geworfen. Darunter BlackRock und Fidelity. Weil die SEC sich aber bislang gegen einen solchen ETF gesperrt hat, kann niemand mit Sicherheit sagen, ob am Ende auch wirklich eine Bewilligung erfolgt.

Somit sind die Entwicklungen rund um die ETF-Anträge tendenziell bullish, aber am Ende nicht als Katalysator für eine Kursrallye geeignet. Schließlich schwebt immer noch ein Fragezeichen über den Anträgen.

Außerdem gehen einige Analysten davon aus, dass die Spot-ETFs kein Gamechanger sein werden. Sie rechnen mit einem geringen Interesse an den Finanzprodukten, weil diese Produkte bereits in Europa und Kanada verfügbar sind und kaum Traktion bekommen haben.

Binance steckt in der Klemme

Obwohl BlackRock und Co. für ihr Engagement bejubelt werden, ist Binance immer noch eine der wichtigsten Säulen für den Markt. Doch der Krypto-Riese gerät zunehmend unter Druck und dieser Umstand sorgt für zusätzliche Unwägbarkeiten. Auch diese Krise dürfte für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgen.

Insgesamt könnte es also noch eine holprige Fahrt werden und dieser Umstand wird durch das Verbleiben innerhalb der Range reflektiert. Etwaige Erfolgsmeldungen in Sachen ETF könnten sich positiv auswirken und das bullishe Sentiment stärken. Zinserhöhungen, Druck auf Binance oder weitere Aktionen durch die SEC verbleiben aber aktuell als Risiken.

Sollte Bitcoin in Richtung Süden ausbrechen, dann läge bei 25.000 US-Dollar eine wichtige Unterstützung, die vorzugsweise erhalten bleiben sollte. Sofern die Bullen das Ruder übernehmen sollten, so wären 37.000 US-Dollar ein mittelfristiges Kursziel, dass es zu erreichen gälte.

Die auf unserer Webseite veröffentlichten Beiträge spiegeln die persönliche Meinung der Redakteure und ihre persönliche Einschätzung der Marktsituation wider. Sie stellen keine Anlageberatung oder Empfehlungen dar. Alle Veröffentlichungen dienen der bloßen Information. Sie sind nicht an Ihre individuelle Situation angepasst und können und sollen nicht eine persönliche und qualifizierte Anlageberatung durch hierzu qualifizierte Berater ersetzen. Der Handel mit Kryptowährungen stellt immer ein Risiko dar. Sofern Sie hier angebotene Informationen nutzen, oder Ratschlägen folgen, handeln Sie eigenverantwortlich.

Das könnte dich auch interessieren

Bitcoin: Darum zündet der Kurs trotz der ETF-Zuflüsse nicht

Alexander Mayer

Fed tastet den Leitzins nicht an: Darum dreht Bitcoin trotzdem ins Minus

Robert Steinadler

Darum gehört Bitcoin 2024 in jedes Portfolio

Alexander Mayer