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Bitcoin gibt nach: Geht der Markt in den freien Fall über?

Skydiver im Freifall
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  • Der Bitcoin-Kurs rutschte heute auf 28.303 US-Dollar ab.
  • Damit sendet der Markt ein weiteres bearishes Signal.
  • In diesem Kontext wird die Theorie der Marktzyklen erneut von Experten diskutiert.

Bitcoin rutscht ab und notiert erstmals seit dem 21. Juni wieder unterhalb der Marke von 29.000 US-Dollar. Zwar wurde dieser Bereich im Juli und August immer wieder von den Bären getestet, aber erst zum gestrigen Handelstag schloss der Kurs dort ab.

Damit scheint den Bullen in diesem Jahr endgültig die Puste auszugehen, hatten sie doch im Januar den Markt im Sturm erobert. Rund 92 Prozent Kurszuwachs lassen sich vom Jahrestief bis zum Jahreshoch vermessen. Doch angesichts der vielen Unwägbarkeiten fließt immer noch Kapital aus dem Markt ab. In den USA verklagen SEC und CFTC den globalen Marktführer Binance. Auch Coinbase liegt mit der SEC im Clinch wegen des wichtigen US-Geschäfts. Zusätzlich belasten Inflation und Rezessionsängste die Stimmung am Markt.

Zwar könnte man meinen, dass diese Vorzeichen Bitcoin als Krisengeld perfekt machen, aber als Spekulationsobjekt eignet es sich in einem solchen Klima tendenziell nicht. Einziger Lichtblick sind die Anträge auf einen Bitcoin-Spot-ETF, auch wenn nicht ganz klar ist, ob die Nachfrage nach einem solchen ETF hoch sein wird.

Das reicht für einen Crash

Klarerweise ist dies nur die Zusammenfassung der negativen Faktoren, welche auf den Markt einwirken. In ihrer Summe könnten sie aber den Bitcoin-Kurs in die Knie zwingen. Sofern eine Achterbahnfahrt in Richtung Süden ansteht, gäbe es zumindest keine Narrative mehr, welche den Bitcoin-Kurs stützen würden.

Das Thema ETF ist verbraucht und obwohl viele Marktbeobachter auf staatliche Adaption spekulieren, hat sich bis auf El Salvador noch kein Land getraut Bitcoin als Währung einzuführen. Gleichzeitig verschwindet immer mehr Liquidität aus dem Markt, was die Bühne für formidable Kursausschläge freigibt. Zwar gilt das sinngemäß für beide Richtungen, aber die Bären hätten sicherlich leichtes Spiel den Kurs zu drücken. Umgekehrt hätten es die Bullen umso schwerer, den Kurs wieder nach oben zu pushen. Schließlich bräuchte es dafür Kapital und das fließt immer weiter ab.

Es gibt jedoch eine Interpretation vergangener Ereignisse, welche viele Anleger immer noch bei Laune hält.


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Startet nächstes Jahr der Bullenmarkt?

Bislang verhielt es sich so, dass nach jedem Bitcoin Halving der Kurs zu einem neuen Allzeithoch getragen wurde. Zwar nicht unmittelbar nach dem Event, aber im Jahr darauf. Im Jahr 2024 steht das nächste Halving an und wenn sich die Geschichte wiederholt, dann ist BTC spätestens im Dezember 2024 wieder bullish.

Natürlich muss sich die Geschichte nicht wiederholen und einige Analysten verweisen darauf, dass sich diese Zyklen in einer Phase abspielten, in der die Geldpolitik der Fed besonders locker war. Sie gehen davon aus, dass sich die Geschichte nicht wiederholen kann, weil diese Konstante weggebrochen ist. Sofern sich diese Perspektive jedoch als falsch erweisen sollte, dann wäre in der Konsequenz jeder weitere Kurseinbruch die perfekte Kaufgelegenheit.

Wer also einen riskanten Anlagestil bevorzugt, wird sich immer weiter mit BTC eindecken. Konservative Anleger warten hingegen ab, was nach dem Halving passiert und kaufen erst ein, wenn sich bestätigt, dass sich die These von den Marktzyklen als zutreffend erweist.

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