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Bitcoin.com zieht Zustimmung zurück – Bitcoin Cash belastet Miner wahrscheinlich nicht

Bitcoin.com Bitcoin Cash
Bildquelle: Arifur Rahman Tushar, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Unterstützung zurückgezogen

In einem Blogbeitrag hat Bitcoin.com angekündigt nicht länger an dem Vorschlag festhalten zu wollen, eine Entwicklergebühr von 12,5% pro Block für Bitcoin Cash einzuführen. Damit wird der Vorschlag voraussichtlich nicht umsetzbar sein, denn damit verlieren die Befürworter eine Menge Stimmen innerhalb des Netzwerks.

Als Begründung gab der Mining Pool an, dass zu wenig Zustimmung in der breiten Community herrschen würde, als dass man den Vorschlag länger unterstützen könnte. Man wolle keine Entscheidung mittragen, die am Ende die Bitcoin Cash Community in zwei Lager spalten könnte.

Eine Situation, die durch die Spaltung zwischen Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin SV (BSV) bereits einmal entstanden war und ihre Spuren hinterlassen hat.

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Nicht länger mehrheitsfähig

Mit dem Rückzug von Bitcoin.com dürfte für den Vorschlag keine beschlussfähige Mehrheit mehr im Netzwerk gebildet werden können. Es war ursprünglich vorgesehen, dass die Miner über den Vorschlag abstimmen sollen (wir berichteten).

Nur wer die Rechenleistung stellen kann, hätte damit auch eine Stimme gehabt. Die Reaktion der verschiedenen Mining Pools war relativ unterschiedlich. Während es durchaus auch eine neutrale Fraktion gab, die sich nicht im Vorfeld äußern wollte, gab es aber auch entschiedenen Gegner der Idee.

Hauptkritikpunkt war der Plan alle Miner nur noch „verwaiste“ Blöcke herstellen zu lassen, wenn sie sich weigern würden den Vorschlag mitzutragen.

Finanzierung spielt eine große Rolle

Obwohl viele Communities ihre Projekte erfolgreich durch Spenden finanzieren, gibt es durchaus auch andere Modelle, die sehr erfolgversprechend sind. Hier ist beispielsweise die Dash DAO nennenswert, die es der Community ermöglicht per Abstimmung einzelne Vorhaben und Projekte zu finanzieren.

Und auch Zcash hat den eigenen Founders Reward zwar offiziell abgeschafft, letztlich aber nur für eine Umverteilung der Mittel gesorgt, um die Entwicklung auch in Zukunft zu finanzieren. Obwohl der ursprüngliche Vorschlag für die „Bitcoin Cash Steuer“ nicht frei von Kritik war, so ist es dennoch nicht abwegig die Finanzierung mit einer solchen Methode zu sichern.

Wer die Kontrolle über die Mittel hat ist oftmals wichtiger als die Abgabe selbst. Schließlich geht es bei der Entwicklung immer auch um richtungsweisende Entscheidungen.  

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