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USA verschärfen Zölle: Bitcoin könnte die Rettung sein


In der vergangenen Nacht hat US-Präsident Donald Trump eine drastische Erhöhung der Zölle angekündigt. Die Maßnahme trägt den klangvollen Namen „Liberation Day“. Damit sollen die Handelspartner der USA in ein faires Verhältnis gedrängt werden – die Zölle sollen also eine befreiende Wirkung für die Vereinigten Staaten entfalten. Ob das von der US-Regierung beklagte Ungleichgewicht in den Handelsbilanzen tatsächlich eine tragfähige Grundlage für solche Maßnahmen darstellt, ist umstritten. Trump sprach in diesem Zusammenhang wörtlich von „Abzocke“, weil er die USA durch die Defizite diverser Handelsbilanzen mit anderen Ländern direkt geschädigt sieht.

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Der Schritt kommt nicht überraschend, eine weitere Zuspitzung im Zollstreit war zu erwarten. Nun droht möglicherweise ein regelrechter Handelskrieg. Seitens der EU signalisierte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Verhandlungsbereitschaft, wies jedoch auch auf mögliche Gegenmaßnahmen hin. Dabei kommt die EU vergleichsweise glimpflich davon: Für ihre Produkte werden Einfuhrzölle in Höhe von 20 % erhoben. Für Importe aus China werden 34 %, für Waren aus Taiwan 32 % fällig. Den Spitzenwert erreicht das Königreich Lesotho mit 50 %.

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Als Exportnation trifft diese Entwicklung Deutschland besonders hart. Doch nicht nur das wirtschaftliche Herzstück der EU blickt schwierigen Zeiten entgegen – auch der Kryptomarkt ist betroffen. Der Grund sind mögliche Folgeeffekte der Zölle, die über die bloße Verteuerung von Importwaren hinausreichen.

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Zölle könnten eine Rezession auslösen

Eine zentrale Befürchtung ist, dass die Zölle direkten Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nehmen werden. Zwar sorgen sie kurzfristig für beachtliche Zusatzeinnahmen im US-Haushalt, doch die Unternehmen, die diese Zölle zahlen müssen, wälzen die Mehrkosten auf die Verbraucher ab. In der Folge dürften die Preise für Konsumgüter in den USA in den kommenden Monaten deutlich steigen. Da die Löhne nicht automatisch mitwachsen, sinkt voraussichtlich der private Konsum. Die Folge: Eine Rezession wird wahrscheinlicher – bei gleichzeitig steigender Inflation.

Wenn sich die Menschen in den USA weniger leisten können, verschlechtert sich automatisch auch die wirtschaftliche Lage in jenen Ländern, die in die USA exportieren. Am Ende betrifft das also nicht nur US-Verbraucher, sondern auch viele Arbeitsplätze im Ausland, die von einer starken Exportwirtschaft abhängig sind.

Trumps Ziel ist die Disruption. Er will Arbeitsplätze aus den Exportländern zurück in die USA holen oder zumindest bessere Handelsbedingungen durchsetzen. Doch sein Vorgehen ist riskant, denn es könnte genau jene Effekte auslösen, die er eigentlich verhindern möchte – und damit die Lage für die USA und die Weltwirtschaft verschärfen. Noch ist unklar, wie lange die Zölle gelten sollen oder ob sie weiter erhöht werden. Sollten andere Nationen mit Gegenzöllen reagieren, könnte daraus ein handfester Handelskrieg entstehen.

So könnte Bitcoin profitieren

In dieser Situation sind jedoch nicht nur negative Effekte zu erwarten. Denn ein geringerer Handelsüberschuss bedeutet nicht nur weniger Exporteinnahmen, sondern kann auch Auswirkungen auf die Kapitalflüsse in die USA haben. Wenn andere Länder weniger Waren in die USA verkaufen, verdienen sie auch weniger US-Dollar – und investieren entsprechend weniger in US-Vermögenswerte wie Staatsanleihen. Damit sinkt die Nachfrage nach US-Staatsanleihen aus dem Ausland, obwohl der Finanzierungsbedarf des Staates gleich bleibt oder sogar steigt. Sollte sich dieser Trend verstärken, müsste möglicherweise die US-Notenbank einspringen, um die Anleihemärkte zu stabilisieren – etwa durch verstärkte Käufe von Staatsanleihen. Das würde die Rolle der Fed als Käufer letzter Instanz erneut stärken und könnte langfristig die geldpolitischen Spielräume zusätzlich belasten.

Für Bitcoin könnte dieses Szenario ein positiver Impuls sein. Denn wenn die US-Notenbank gezwungen ist, verstärkt in den Markt einzugreifen und die Geldmenge auszuweiten, wächst das Bewusstsein für die Schwächen eines schuldenbasierten Währungssystems. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in den US-Dollar als stabile Wertaufbewahrung. Bitcoin hingegen ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt und steht damit symbolisch für Knappheit und geldpolitische Neutralität. Auch institutionelle Investoren könnten in einem solchen Umfeld verstärkt nach alternativen Anlagen suchen, um sich gegen Inflation und staatliche Eingriffe abzusichern. Damit rückt Bitcoin stärker ins Blickfeld – nicht nur als Spekulationsobjekt, sondern als potenzieller Wertspeicher in einem zunehmend instabilen wirtschaftlichen Umfeld.

Aktuell ist davon jedoch nichts zu spüren, denn der Kryptomarkt reagiert auf die Zölle zunächst negativ. Der Bitcoin-Kurs gab von seinem gestrigen Hoch betrachtet um mehr als 7 % nach. Ethereum schwächelt ebenfalls und fällt unter 1.800 US-Dollar und XRP kämpft mit der 2 US-Dollar-Marke.

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