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USA: SEC leitet Ermittlungen gegen Coinbase ein

Statue der Justitia
Bildquelle: Edward Lich, pixabay.com

  • Der Securities and Exchange Commission leitet Ermittlungen gegen Coinbase ein.
  • Demnach prüft die US-Börsenaufsicht, welche der mehr als 150 digitalen Assets als Wertpapiere eingestuft werden könnten.
  • Damit schlägt die SEC einen gefährlichen Kurs ein, denn die Ergebnisse werden den gesamten US-Markt beeinflussen.

In den USA holt die SEC zum regulatorischen Rundumschlag aus. Bereits in dem Verfahren gegen einen ehemaligen Angestellten von Coinbase und zwei seiner Komplizen wegen Insiderhandel, schaltete sich die SEC ein. Hier sprach sie nämlich konkret von 9 verschiedenen Assets, die von Coinbase ins Programm aufgenommen worden sind und nun dazu dienen sollen ein separates Verfahren gegen die Beschuldigten einzuleiten.

Coinbase wehrte sich bereits öffentlich mit einer Gegendarstellung. Doch einem Bericht von Bloomberg zufolge weitet die Börsenaufsicht ihre Untersuchung nun auf allen anderen Assets aus, die auf Coinbase gehandelt werden können. Etwas über 150 verschiedene Coins und Token kommen damit unter die Lupe und das könnte weitreichende Folgen haben.

Sofern die SEC am Ende zu dem Schluss kommt, dass die betroffenen Assets als Wertpapiere einzustufen sind, hat das nicht nur unmittelbare Folgen für Coinbase. Der gesamte US-Markt wird auf den Kopf gestellt und auch Börsen mit Sitz im Ausland könnten betroffen sein. Dies wäre nämlich dann der Fall, wenn sie US-Bürgern Zugang zu den vermeintlichen Wertpapieren verschafft hätten.

Achtung, hier spricht die Weltpolizei

Es ist genau diese Facette, welche einmal mehr verdeutlicht wie störend die US-Regulatorik auf den Markt einwirkt. Am Ende werden dadurch keine Anleger geschützt, sondern lediglich die wenigen legitimen Unternehmen torpediert.

Die SEC hatte oft genug die Gelegenheit zu intervenieren, wenn bedenkliche Anlageprodukte in Form von DeFi-Protokollen oder Token auf den Markt kamen. Stattdessen legte sie beinahe jedes Mal die Hände in den Schoß. Gegen Ripple und jetzt auch gegen Coinbase versucht man aber vorzugehen, obgleich in deren Aktivitäten das geringste Problem auszumachen ist.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Coinbase hat sich wiederholt um eine Zusammenarbeit mit der SEC bemüht und hat stets Wert daraufgelegt, immer den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. So nahm man beispielsweise XRP aus dem Programm, als klar war, dass die SEC gegen Ripple Klage einreicht. Auch in diesem Fall geht es darum zu bestimmen, ob XRP ein nicht genehmigtes Wertpapier ist oder nicht. Die SEC führt am Ende einen Kampf gegen den gesamten Markt und nicht nur gegen Coinbase oder Ripple.

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