Regulierung

Uniswap: US-Börsenaufsicht ermittelt gegen DeFi-Giganten

Coinbase Secret Service

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Die Security and Exchange Commission hat Ermittlungen gegen Uniswap Labs aufgenommen.
  • Das Unternehmen zeichnet sich für die Entwicklung von Uniswap verantwortlich.
  • Damit gerät die größte DeFi-Börse der Welt in das Visier von US-Ermittlern.

Der Chef der SEC hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass auch DeFi in den Zuständigkeitsbereich seiner Behörde fällt. Niemand soll sich hinter dezentralen Geschäftsmodellen vor der US-Aufsichtsbehörde verstecken können. Nun folgen den Worten erste Taten, denn wie das Wall Street Journal erfahren haben will, ermittelt die SEC gegen Uniswap.

Zwar stellen die aktuellen Ermittlungen wohl eher eine Untersuchung dar, aber das könnte am Ende dazu dienen, ein Verfahren vorzubereiten. Demnach ist die SEC wohl daran interessiert, wie Anleger Uniswap nutzen und welche Marketing-Strategien die Plattform verfolgt.

Damit ist Uniswap aber nicht alleine, denn wenn man dem Bericht glauben will, dann interessiert sich die SEC auch für andere Softwareentwickler bzw. deren Unternehmen, welche ebenfalls DeFi-Protokolle entwickeln. Im Prinzip muss die SEC in Bezug auf DeFi erst ihre Rolle finden und dazu muss sie aufzeigen können, wie die Geschäftsmodelle in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Uniswap ist der größte Fisch im Becken

Uniswap ist der wohl größte Fisch im ganzen Becken. Auf den verschiedenen Versionen der Plattform werden täglich zwischen 1 und 2 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Zwar lässt sich die Ethereum-Blockchain nicht abschalten, aber die Entwickler könnten durchaus unter Druck gesetzt werden, wenn die SEC feststellen sollte, dass gegen US-Recht verstoßen wurde. Welche Konsequenzen das für Uniswap oder andere Plattformen haben könnte, ist noch vollkommen offen.

Am Ende dürfte es aber ein Kampf gegen Windmühlen werden. Denn wenn sich die US-Behörde dazu hinreißen lassen sollte, Weltpolizei zu spielen, dann könnten Entwickler zukünftig einfach unter einem Pseudonym aktiv werden. Dann ließe sich kein Verantwortlicher finden und die Blockchain sowieso nicht verwalten.

Derweil zeigt sich das betroffene Unternehmen offen für eine Zusammenarbeit mit den Behörden. Ein Satz, der in der Vergangenheit schon häufiger fiel, haben die Unternehmen doch zumeist gar keine Wahl.

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