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Ukraine stockt Kriegskasse mit NFT-Spenden auf

T80 Panzer
Bildquelle: Artem Apukhtin, pixabay.com

  • Die Urkaine akzeptiert schon länger Spenden in Form von Kryptowährungen.
  • Jetzt gesellt sich die Option hinzu, eine Spende mit NFTs zu leisten.
  • Dabei können Spender entweder ein NFT abkaufen oder direkt abgeben.

Die Ukraine geht als erstes Land in die Geschichte ein, welches Kriegsbemühungen durch Kryptowährungen finanziert hat. Seit Mittwoch können Interessenten auch Sammlerstücke aus ihren NFT-Kollektionen an die Ukraine spenden.

Dabei steht zur Wahl, die NFTs entweder direkt abzugeben oder der Ukraine ein NFT abzukaufen. Letzteres wird über OpenSea abgewickelt. Aktuell können Interessenten u. a. auf den CryptoPunk mit der Nummer 5364 mitbieten. Laut einem Statement auf der Website hat man bisher insgesamt 60 Millionen US-Dollar an Spenden einnehmen können.

Damit finanzieren Spender nicht nur humanitäre Hilfe, sondern auch Waffensysteme und Munition. Das ukrainische Ministerium für digitale Transformation realisiert die Spendenplattform in Partnerschaft mit den Krypto-Börsen FTX und Kuna sowie dem Staking-Anbieter Everstake.

Alle Mittel sind recht

Während die ukrainische Regierung Spenden in Kryptowährungen empfängt, scheint ihr das Risiko einer Kapitalflucht ihrer eigenen Bürger zu hoch zu sein. Im März untersagte die Zentralbank, dass Börsen ukrainischen Staatsbürgern Kryptowährungen in größeren Mengen verkaufen und deckelte das Handelsvolumen pro Kopf auf umgerechnet 3.000 Euro pro Monat.

Auch der durch offizielle Stellen angeheizte Hype um einen Airdrop für besonders fleißige Spender, den es dann doch nicht gab, sorgte für Stirnrunzeln. Letztlich scheint jedes Mittel recht, um den Krieg zu finanzieren und die Situation im eigenen Land so weit wie möglich stabil zu halten.

Ob die Aufstockung der Kriegskasse durch Krypto-Spenden ein Plus- oder Negativpunkt ist, bleibt umstritten. Schließlich ist der Spendenmarathon ein Beweis, dass sich auch Vorhaben schnell finanzieren ließen, die von der westlichen Welt nicht so gut gelitten sind wie ein militärischer Sieg der Ukraine. Damit dürften sich Gegner von Kryptowährungen darin bestärkt sehen, dass eine striktere Regulierung angebracht ist.

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