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The DAO Hack: Schwere Vorwürfe gegen TenX-Gründer Hoenisch

Ethereum dForce
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

  • Die Journalistin Laura Shin erhebt in einem Artikel von Forbes schwere Vorwürfe gegen den TenX-Mitgründer Toby Hoenisch.
  • Shin behauptet, er sei der DAO-Hacker, der vor 6 Jahren einen der größten Hacks in der Geschichte von Ethereum durchzog.
  • Hoenisch stritt gegenüber Shin die Vorwürfe ab und bezeichnete sie als falsch.

Der DAO Hack ist eines der folgenreichsten Ereignisse in der Geschichte von Ethereum gewesen. Denn einem unbekannten Angreifer gelang es im Jahr 2016 rund 3,6 Millionen Ether zu erbeuten. Die Konsequenz aus dem Hack war die Geburt von Ethereum Classic, denn die Ethereum-Community wollte den Hack nicht hinnehmen.

Es kam zu einer Hard-Fork bei der die Folgen des Hacks beseitigt wurden und somit behielt der Hacker „nur“ Ethereum Classic, dessen Community einen Eingriff in die Blockchain damals ablehnte. Bei „The DAO“ handelte es sich um ein Projekt, welches als eine Art Venture Capital fungieren sollte, das als dezentrale autonome Organisation direkt durch seine Investoren verwaltet wurde.

Der Hack war damals schon ein Großereignis, denn die Beute war seiner Zeit 50 Millionen US-Dollar wert. Da ein Teil der Beute bereits eingetauscht wurde, konnte sich die Journalistin Laura Shin zusammen mit dem Unternehmen Chainalysis auch Jahre nach dem Hack an die Ferse des Täters heften.

War es Toby Hoenisch?

Die Spur von verschiedenen Transaktionen führte Shin schließlich zu Toby Hoenisch, dem Mitgründer und ehemaligen CEO von TenX. Demnach soll der Hacker die Kryptowährung Grin an eine Node mit der Bezeichnung „grin.toby.ai“ abgezogen haben. Auch andere Nodes waren unter ähnlicher Bezeichnung mit der gleichen IP-Adresse über Jahre aktiv. Außerdem war auch die Lightning Node von TenX unter der gleichen IP-Adresse erreichbar.

Was laut Shins Recherche ebenfalls für eine Involvierung von Hoenisch spricht, ist die Tatsache, dass er damals drei Blogbeiträge über Schwachstellen der DAO veröffentlichte. Diese Umstände machen die Theorie, dass Hoenisch involviert gewesen sein könnte, zwar sehr schmackhaft, ein ultimativer Beweis ist damit jedoch noch nicht erbracht.

Hoenisch selbst dementierte gegenüber Shin sämtliche Vorwürfe, machte darüber hinaus bisher aber keine weiteren Statements.

Für Julian Hosp vervollständigt sich das Bild

Via Twitter und Youtube meldete sich Julian Hosp zu der ganzen Angelegenheit zu Wort. Als Mitgründer von TenX war Hosp über Jahre hinweg das Gesicht des Unternehmens und erinnerte sich im Gespräch mit Shin an Details, die rückblickend für ihn einen vollkommen neuen bzw. anderen Sinn ergeben, wenn man davon ausgeht, dass Hoenisch in der Tat der Hacker ist.

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Hosp musste das Unternehmen im Jahr 2019 verlassen. Das Scheitern von TenX wurde in der Öffentlichkeit gemeinhin mit seiner Person in Zusammenhang gebracht, obgleich es nach seinem Abgang von Hoenisch weitergeführt und schließlich geschlossen wurde.