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Terra: CEO braucht Polizeischutz – Notfallplan soll LUNA retten

Südkoreanisches Polizeifahrzeug
Symbolbild | Bildquelle: Squadron, pixabay.com

  • Die Frau von Terraform Labs CEO Do Kwon hat Medienberichten zufolge Polizeischutz beantragt.
  • Ein Unbekannter soll vor dem Apartment der Familie aufgetaucht sein und verlangt haben, mit ihm zu sprechen.
  • Gestern entschuldigte sich Do Kwon öffentlich und gab einen Notfallplan für Terra bekannt.

Laut einem Bericht von Money Today braucht die Familie von Terraform Labs CEO Do Kwon Polizeischutz. Ein Unbekannter soll sich Zugang zu dem Gebäude verschafft haben, in der die Familie lebt und an der Türe des Apartments verlangt haben mit Do Kwon zu sprechen. Nachdem die Polizei alarmiert wurde, flüchtete er.

Der Zusammenbruch von LUNA und dem Stablecoin TerraUSD (UST) verursachte bisher einen Schaden in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar. Weltweit wurden Anleger komplett ruiniert. Die Moderatoren des Sub-Reddits von Terra sahen sich sogar dazu angehalten, eine Liste mit internationalen Notrufnummern zu veröffentlichen, um Community-Mitglieder zu unterstützen, die sich mit Suizidgedanken tragen.

Der Kollaps des algorithmischen Stablecoins und der dadurch verursachte Schaden sind bisher beispiellos. Besonders hart trifft es viele Kleinanleger, die oftmals ihr komplettes Vermögen einzig auf Terra gesetzt haben und nun nicht wissen, wie sie den Verlust wieder ausgleichen sollen.

Irrer Notfallplan soll LUNA und UST retten

In den letzten Tagen ist die Umlaufmenge von Terra auf 6,5 Billionen LUNA gestiegen. Der Grund dafür ist relativ einfach. Immer mehr Anleger versuchten ihre UST für LUNA umzutauschen. Durch den Mint-Burn-Mechanismus wurde UST vernichtet und mehr LUNA emittiert.

LUNA verlor binnen weniger Tage seinen Wert, Börsen stellten den Handel mit der Kryptowährung zusammen mit UST ein. Anfang Mai notierte die Kryptowährung noch bei 84,31 US-Dollar, nun ist sie noch 0.0002397 US-Dollar wert.

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Via Twitter entschuldigte sich CEO Do Kwon bei den Anlegern und der Community. Außerdem veröffentlichte er einen Notfallplan, der vorsieht, die gigantische Umlaufmenge auf 1 Milliarde LUNA zu schrumpfen. Dadurch soll LUNA stabilisiert und über einen Verteilungsplan sollen die Interessen aller beteiligter Parteien gewahrt werden. Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel, dass man damit Erfolg haben wird. Mit Ausnahme von risikofreudigen Spekulanten wird sich nach dieser Katastrophe wahrscheinlich niemand finden lassen, der LUNA oder TerraUSD eine Chance gibt.

Wo sind die Bitcoins der Luna Foundation Guard?

Ebenfalls unklar ist der Verbleib von etwa 2 Milliarden US-Dollar in Bitcoin. Umgerechnet 750 Millionen US-Dollar davon hatte man in einer frühen Phase der Krise beliehen, wobei unklar ist, wer die beteiligten Parteien an dem Deal waren. Auch zu dem Verbleib des Löwenanteils der Bitcoin-Reserve äußerte man sich bisher nicht öffentlich.  

Ursprünglich wurde die Reserve ins Leben gerufen, weil man durchaus verstand, dass es zu einer Ausnahmesituation kommen könnte und UST seine Preisbindung verliert. Mit der Bitcoin-Reserve wollte man das System notfalls stützen und wieder in Balance bringen. Neben Bitcoin versuchte man die Notfallreserve mit Avalanche (AVAX) und anderen Stablecoins zu diversifizieren.

Im Nachgang stellt sich die Frage, wie und ob die Reserve genutzt worden ist. Sofern noch Mittel vorhanden sein sollten, stünde außerdem zur Disposition, was man damit anstellen will. Die Bitcoin-Adresse, auf der 70.736 BTC der LFG lagen, wurde jedenfalls während des Crashs leer geräumt. Das Nachspiel zu Terra, seinem CEO und der LFG wird vermutlich nicht weniger problematisch werden als der Crash selbst.

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