Telegram verschiebt Start von TON auf 2020 – Dialog mit den Investoren gestartet

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Absage an die Investoren

In Reaktion auf die einstweilige Verfügung der US-Börsenaufsicht und der damit verbundenen Klage will Telegram den Start des „Telegram Open Network“ verschieben. In einem Brief an die Investoren geht das Unternehmen von einem Start im Jahr 2020 aus.

Die Verfügung und die Klage der SEC kamen nur wenige Wochen vor dem Start der Blockchain. Laut Telegram habe sich die Börsenaufsicht gut 18 Monate lang nicht gerührt, bevor sie schließlich zu extremen Maßnahmen griff.

Nun müssen die Investoren der geplanten Verschiebung noch zustimmen. Außerdem könnte es unter bestimmten Umständen sein, dass sie einen Teil des Geldes zurückbekommen, weil die Gram Token nicht wie geplant ausgeschüttet werden können. Sofern eine Einigung erzielt werden kann, soll der 30.04.2020 Stichtag für den Release werden.

Der digitale Dollar

Mit der Entscheidung der SEC gegen Telegram vorzugehen wurde das Spielfeld zunächst aufgeräumt. Facebook will Libra, hat aber noch kein fertiges Produkt am Markt und ringt mit der Politik. Telegram ist ausgebremst und darf nicht tätig werden. 

Derweil vernimmt man erste Stimmen die von einem digitalen US-Dollar sprechen. Damit wird immer deutlicher, dass es um ein Wettrennen geht. Denn Unternehmen haben an dem Thema ein mindestens genauso großes Interesse wie Staaten. Die Kontrolle einer digitalen Währung verspricht Macht und Einfluss. 

Noch liegen keine konkreten Pläne auf dem Tisch. Aber ein E-Euro oder ein E-Dollar könnten schon sehr bald auf den Weg gebracht werden. Grade die USA haben ein sehr hohes Interesse den US-Dollar in seiner Rolle als weltweite Reservewährung zu schützen. 

Bitcoin nicht aus der Schusslinie

Obwohl dezentrale Kryptowährungen nicht verboten werden können, könnte sich die Situation auch auf Bitcoin auswirken. Sollten im Zuge des Versuches Libra oder TON einzudämmen neue regulatorische Bedingungen aufgestellt werden, dann könnten sich diese gegen Kryptowährungen allgemein richten. 

Die Befürchtung ist nicht ganz unberechtigt, denn die Strategie der Regulatoren könnte darin bestehen keine Schlupflöcher übrig zu lassen. Die Stellung des US-Dollar ist ein sensibles Thema, dass für die US-Politik oberste Priorität hat.

Quelle: Coindesk

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