Sicherheit

Stellar: Betrüger locken mit XLM-Staking per E-Mail

Stellar XLM Staking Scam
Bildquelle: Robin Strozyk, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Im Zusammenhang mit dem Ledger-Hack erhalten viele Nutzer erneut Phishing-Mails.
  • Dabei wird durch die Betrüger mit XLM-Staking und hohen Renditen geworben.
  • Vor der Betrugsmasche wird unter dem Hinweis gewarnt, dass XLM über keine Möglichkeit zum Staking verfügt.

Der Ledger-Hack hat erneut Konsequenzen, denn Kunden des Unternehmens, die von dem Datenleck betroffen waren, werden erneut Ziel einer Betrugsmasche. In einer E-Mail, die der Redaktion vorliegt, werben die Betrüger mit einem ROI von bis zu 25 %, wenn man seine XLM im Staking anlegt.

Die Kryptowährung XLM verfügte zwar über sogenannte „Inflation Pools“, die 1 % pro Jahr abwarfen, aber Staking wie man es von anderen Coins kennt, gab und gibt es nicht. Außerdem wurde die Funktion für die Inflation eingestellt, weil diese nicht den gewünschten Erfolg bei der Entwicklung der Infrastruktur von Stellar zeigte.

Ein Blick auf Social Media zeigt jedoch, dass nicht alle Adressaten so sicher mit der Einschätzung der betrügerischen Botschaft sind. Viele besuchten Reddit oder auch Twitter, um sich zu vergewissern, dass die E-Mail auch authentisch ist. Das mag die betroffenen Empfänger zwar vor einer falschen Entscheidung geschützt haben, doch auch hier dürfte es eine Anzahl an Opfern geben, die nicht so geistesgegenwärtig waren.

So kann man sich schützen

Zunächst ist das Beachten einer Best Practice im Umgang mit E-Mails von äußerster Wichtigkeit. Doch das ist nur die halbe Miete, denn sofern das E-Mail-Konto einmal kompromittiert wurde, so bekommt man immer mehr Spam.

Hier lohnt sich – falls nicht schon geschehen – der Wechsel der eigenen Adresse. Im besten Fall verwendet man im Zusammenhang mit Kryptowährungen eine Adresse, die nicht geschäftlich oder privat benötigt wird, weil sie damit auch leichter entbehrlich ist.

Wem das nicht reicht, der kann auch einen Schritt weiter gehen und versuchen, mit rechtlichen Mitteln dagegen vorzugehen. Hier besteht allerdings kein Zusammenhang zum jüngsten Phishing-Versuch, sondern zu dem Datenleck bei Ledger selbst. Der Anbieter Kleinfee bietet Betroffenen an, einen Ausgleich des Schadens zu erzielen. Dabei treten die Betroffenen einen Teil der womöglich zu erzielenden Schadensersatzleistung an den Anbieter ab und tragen somit im Vorfeld keine Kosten.

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