Banken

Silvergate Bank steht mutmaßlich kurz vor der Insolvenz

Schriftzug Bankrupt
Bildquelle: Simon Hill, pixabay.com

  • Silvergate hat in einer Mitteilung an die SEC die eigene Insolvenz angedeutet.
  • Der Aktienkurs der Kryptobank verlor binnen weniger Minuten 45 Prozent.
  • Partner wie Coinbase oder LedgerX distanzierten sich von der Bank.

Silvergate, eine der ältesten Kryptobanken, steht vor einigen schwerwiegenden Herausforderungen. Laut einer aktuellen Mitteilung an die SEC könnte Silvergate so schwerwiegende Verluste erleiden, dass die Bank das Jahr 2023 gegebenenfalls nicht überleben wird. Dies hat die Aktien des Unternehmens um 45 Prozent an einem Tag fallen lassen.

Ist Silvergate noch solvent?

Silvergate war eine enge Partnerschaft mit der inzwischen insolventen Handelsplattform FTX eingegangen. Die enge Verbindung zu dem Fall soll wohl auch wesentlichen Einfluss auf die Solvenz des Unternehmens gehabt haben. Gegen Silvergate schwebt in diesem Zusammenhang vermutlich bereits ein Ermittlungsverfahren durch US-Behörden.

Daher gilt die Bank schon länger als Sorgenkind. Zudem hat es Hinweise darauf gegeben, dass Silvergate nicht in der Lage sein wird, einige seiner Kredite zurückzuzahlen, was zu einem weiteren Einbruch des Aktienkurses geführt hatte. Unter anderem zweifelte man die eigene Solvenz gegenüber der SEC an.

Die Krypto-Branche geht auf Distanz

Als Reaktion auf die Meldungen distanzierten sich Partner wie Coinbase oder LedgerX von der Silvergate Bank. Wo die betroffenen Unternehmen eine neue Heimat finden, ist noch unklar. Denn die bislang stark im Krypto-Sektor engagierte Signature Bank zieht sich aus der Branche zurück.

Coinbase, Galaxy Digital und Paolo Ardoino, der CTO von Bitfinex und Tether, haben sich über Twitter zu der Situation geäußert. Coinbase hat dabei mitgeteilt, dass alle Transaktionen zu der Bank mit sofortiger Wirkung suspendiert werden. Andere wie Galaxy Digital und Paolo Ardoino haben zudem mitgeteilt, nie eine Verbindung zu Silvergate gehabt zu haben oder diese ebenfalls einzustellen.

Folgt das Insolvenzverfahren?

Mehrere Medien berichteten über die schwierige Situation von Silvergate. Sie unterstreichen, dass das Unternehmen schwere Verluste erlitten hat und möglicherweise nicht in der Lage sein wird, das Jahr zu überleben.

Es ist noch nicht klar, wie sich die Situation von Silvergate weiterentwickeln wird. Es ist jedoch wichtig, dass alle Beteiligten, einschließlich der Anleger, bei der Unterstützung des Unternehmens zusammenarbeiten. Nur so kann Silvergate gerettet werden, auch wenn es vom jetzigen Standpunkt mehr als unwahrscheinlich scheint.

Das könnte dich auch interessieren

Jamie Dimon: Staat sollte Bitcoin und Krypto verbieten

Robert Steinadler

Hongkong: HSBC startet Handel mit Krypto-ETFs

Robert Steinadler

Deutsche Bank beantragt Kryptoverwahrlizenz bei der BaFin

Robert Steinadler