Samsung setzt auf Ethereum

Ethereum Samsung S10
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Blockchain SDK veröffentlicht

Mit dem Release will das Unternehmen Entwicklern eine zusätzliche Schnittstelle zur Verfügung stellen, die eine ganze Reihe von Verbesserungen mitbringen soll. Dazu gehört u.a. ein verbessertes Account Management und die Möglichkeit Transaktionsgebühren flexibler und günstiger zu gestalten.

Außerdem wird es für dApps möglich sein auf den Keystore zuzugreifen. Samsung möchte damit insgesamt den Weg für dApps frei machen. Mit dem Blockchain SDK soll es zukünftig leichter und günstiger werden dApps für das Galaxy S10 zu entwickeln.

Einziger Wermutstropfen ist die zunächst geltende regionale Beschränkung für den Funktionsumfang. Zunächst ist der Zugang auf Kanada, Südkorea und die USA beschränkt.


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Galaxy S10 mit Wallet

Ende Februar 2019 sorgte Samsung für Schlagzeilen, als man ankündigte, dass die neue S10-Serie über ein eigenes Hardware Wallet verfügen würde. Tatsächlich setzt Samsung damit als einziger Premiumhersteller auf die Integration von Blockchain-spezifischer Hardware.

Die Veröffentlichung der Blockchain SDK ist also nur ein weiterer Schritt, um das Ökosystem rund um das eigene Produkt zu stärken. Zum Start des Produkts standen nur vier dApps zur Verfügung. Darunter auch das beliebte CryptoKitties und der Zahlungsdienstleister CoinDuck.

Der neuste Release unterscheidet sich am ehesten durch das Vorhandensein eines Netzwerkmoduls. Dieses ist in der Blockchain Keystore SDK nicht vorhanden.


Ethereum hat Vortritt

Es scheint als gäbe Samsung der Ethereum-Blockchain den Vorzug, wenn es um die Entwicklung und Verbreitung von dApps geht. Noch gibt es keine offizielle Stellungnahme des Unternehmens hinsichtlich der eigenen Politik.

Fakt ist aber, dass die Blockchain SDK vorerst auf Ethereum beschränkt sein wird. Interessant ist hierbei, dass Samsung diesen Aspekt unter „Restrictions“, also Einschränkungen erwähnt. Dies könnte der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl sein.

Der finale Release der SDK wird voraussichtlich Ende 2019 erfolgen, daher handelt es sich bei dem jetzigen Bundle um eine Beta. Es wird sich zeigen müssen, ob Samsung zukünftig auch anderen Kandidaten die Entwicklung von dApps ermöglichen will.

Bis dahin bleibt Ethereum aber auf der Plattform konkurrenzlos und kann sich in der Entwicklung einen Vorsprung sichern.

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