Recht

Ripple vs. SEC: Ende Mai wird es heiß im Streit um XRP

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Bildquelle: Daniel Bone, pixabay.com

Kompakt:

  • Ripple konnte im laufenden Rechtsstreit mit der SEC erneut punkten.
  • Prozessbeobachter sehen gute Chancen, dass die Verteidigungsstrategie von Ripples Anwälten aufgeht.
  • Das könnte zwar nicht den rechtlichen Status von XRP klären, aber weitere Klagen der SEC wären dann abgewendet.

Im Rechtsstreit mit der SEC dreht sich praktisch alles um die sogenannte „fair notice“. Denn die Anwälte von Ripple wollen vor Gericht nachweisen, dass die SEC das Unternehmen und das Management im Unklaren gelassen hat, was den rechtlichen Status von XRP betrifft.

Die SEC versucht zu kontern und will beweisen, das Ripple hätte erkennen können, dass es sich um ein Wertpapier handelt, wenn auch nur durch interne Hinweise der Anwälte des Unternehmens. Ripple wiederum will zeigen, dass es eine Klarstellung durch die SEC nie gegeben hat und das mögliche Hinweise der eigenen Anwälte in Bezug auf diese Frage keine Rolle spielen.

Im Laufe dieser Woche stehen mehrere Termine an, die den Ausgang des Verfahrens teilweise vorwegnehmen könnten. Verschiedene Prozessbeobachter sahen bereits in der letzten Anhörung, die am vergangenen Freitag stattfand, einen Erfolg für Ripple. Denn das Gericht scheint geneigt zu sein, den Maßstab zugunsten von Ripple festzulegen. Demnach muss die SEC beweisen, dass der rechtliche Status von XRP als Wertpapier für einen durchschnittlichen Marktteilnehmer hätte erkennbar sein können.

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Kann eine positive Entscheidung den XRP-Kurs beflügeln?

Was die Kursentwicklung anbelangt, so nimmt das Verfahren bisher keinen signifikanten Einfluss auf den Verlauf. Am Ende bleibt der XRP-Kurs von der Stimmung am Gesamtmarkt abhängig und diese ist eher vorsichtig. Denn nach dem massiven Crash der letzten Woche stellte sich in den letzten Stunden eine leichte Erholung ein.

Am Ende könnte ein positiver Ausgang vielleicht den Markt zumindest in der Ansicht bestärken, dass XRP keinen zusätzlichen Risiken unterworfen ist. Außerdem wären dann Börsen und Broker voraussichtlich vollkommen frei, XRP wieder auf dem US-Markt anzubieten.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, denn auch wenn Prozessbeobachter den möglichen Ausgang des Verfahrens vorwegnehmen. So kommt die große Stunde erst, wenn die zuständige Richterin das Urteil verkündet. Bis dahin bleiben die Chancen eher gering, dass weitere Meldungen einen positiven Effekt haben. Denn insgesamt dürften die meisten Anleger und Trader damit beschäftigt sein, ihre Wunden zu lecken und sich neu am Markt zu positionieren.

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