Ripple-Präsidentin Monica Long bekräftigte in einem Interview mit Bloomberg, dass man keine Pläne für einen Börsengang verfolgt. Ripple schloss im November 2025 eine Finanzierungsrunde über 500 Millionen US-Dollar ab, an der unter anderem Fortress und Citadel beteiligt waren. Long betonte, dass Ripple seine starke finanzielle Position nutzen will, um durch weitere Übernahmen und Produktentwicklung zu wachsen. Demnach braucht das Unternehmen keinen Zugang zu Wachstumskapital über ein IPO.
Ripple verzeichnete im letzten Jahr ein erhebliches Wachstum und schloss vier große Übernahmen ab, die das Unternehmensprofil schärften. Neben dem Prime-Broker Hidden Road akquirierte man die Zahlungsplattform Rail, den Anbieter von Treasury-Management-Systemen GTreasury und den Kryptoverwahrer Palisade. Damit positionierte sich Ripple als Infrastrukturdienstleister für digitale Assets und setzte seine Unternehmensstrategie konsequent fort. Denn bereits im Jahr 2024 ging man auf große Einkaufstour. Ripple konnte damals die Übernahme von Metaco finalisieren und kaufte zudem den Kryptoverwahrer Standard Custody & Trust Company auf.
Stablecoins rücken zunehmend in den Fokus
Ripple hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Zahlungsnetzwerk zu einem umfassenden Anbieter für digitale Finanzinfrastruktur entwickelt. Bis November 2025 verarbeitete Ripple Payments ein beeindruckendes Transaktionsvolumen von über 95 Milliarden US-Dollar. Das zeigt nicht nur die wachsende Akzeptanz von Blockchain-basierten Zahlungsdiensten, sondern auch Ripples Fähigkeit, sich als verlässlicher Partner für Unternehmen und Finanzinstitute zu etablieren.
Ein zentraler Wachstumstreiber ist Ripple Prime, das nach der Übernahme des globalen Prime Brokers Hidden Road aufgebaut wurde. Ripple Prime richtet sich an institutionelle Kunden und bietet ihnen Zugang zu professionellen Handels- und Kreditlösungen. Besonders bemerkenswert ist die Einführung von besicherten Krediten und maßgeschneiderten XRP-Produkten, die es großen Marktteilnehmern ermöglichen, Liquidität effizient zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu steuern.
Das Rückgrat dieser beiden Geschäftsbereiche bildet Ripples eigener Dollar-Stablecoin RLUSD. Er fungiert als verbindendes Element zwischen traditionellen Finanzsystemen und der Blockchain. RLUSD ermöglicht stabile Transaktionen, dient als Sicherheit für Kredite und erleichtert den Handel mit digitalen Assets. Damit schafft Ripple die Infrastruktur, die Banken, Zahlungsdienstleister und institutionelle Investoren benötigen, um Blockchain-Technologie nahtlos in ihre bestehenden Prozesse zu integrieren.

