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Paxful stellt aus unklaren Gründen den Betrieb ein

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  • Paxful stellte gestern den Betrieb mit sofortiger Wirkung ein.
  • Eine Reihe von Schwierigkeiten scheinen der Börse zuzusetzen.
  • Kunden wird angeraten, ihre Bitcoins so schnell wie möglich abzuziehen.

Paxful stellt laut einer Mitteilung des CEO Ray Youssef den Betrieb ein. Demnach erlebte man beim Personal einen Aderlass. Weil es sich wohl um kritische Positionen handelt, die man nicht ersetzen kann, wurde der Handel ausgesetzt. Zusätzlich bemängelte Youssef die regulatorische Situation in den USA, welche von Unklarheit geprägt sei und Peer-2-Peer-Marktplätze in eine schlechte Position bringt.

Auf Paxful können Anleger auf einem digitalen Marktplatz eigene Angebot zum Kauf und Verkauf von Bitcoin erstellen. Das Prinzip ist also dem von Bitcoin.de und vergleichbaren Plattformen sehr ähnlich. Die Kundschaft sitzt hingegen primär in Nord-, Mittel, und Südamerika.

Kunden werden jetzt aufgefordert, ihre Mittel abzuziehen und künftig in ihrem eigenen Wallet zu verwahren. Außerdem will man Kunden dabei assistieren, auf andere Peer-2-Peer-Plattformen zu wechseln.

Mitgründer verklagt Paxful

In einem Podcast via Twitter Spaces erläuterte Youssef nähere Details. Demnach habe der Mitgründer Artur Schaback das Unternehmen verklagt. Das Vorgehen seiner Anwälte soll das Personal mutmaßlich vertrieben haben.

Dass Youssef sich über die regulatorische Situation beklagt, dürfte schmückendes Beiwerk seiner Darstellung sein. Schließlich ist dieser Aspekt des Geschäfts nicht neu. Anders dürfte es hingegen bei den Einnahmen aussehen. Paxful hatte im Dezember 2022 Ethereum aus dem Angebot genommen, weil die Kryptowährung auf Proof of Stake umgestellt hatte.

Die Entscheidung fand zwar Anklang bei gewissen Teilen der Bitcoin Community, dürfte aber den Umsätzen des Unternehmens geschadet haben. Schließlich sind die Ergebnisse in den Jahren 2022 und 2023 für die Branche wesentlich schwächer als noch im Bullenmarkt 2021. Der Verzicht auf Umsätze könnte also ein stiller Grund sein, denn Paxful lebt wie andere Plattformen auch von den Handelsgebühren seiner Kunden.

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