Recht

OpenSea: Ex-Mitarbeiter wegen Insiderhandel in den USA angeklagt

Segelschiff
Bildquelle: Greg Montani , pixabay.com

  • Im September 2021 flog ein Mitarbeiter von OpenSea mit Insiderhandel auf.
  • Er hatte sich mit NFTs eingedeckt, die er wenige Tage später auf der Startseite der Börse bewarb.
  • Dadurch entstand ihm ein hoher Preisvorteil, weshalb er gestern in den USA angeklagt wurde.

Als sich im September 2021 bestätigte, dass ein Angestellter Insiderhandel auf OpenSea betrieb, entwickelte sich die Angelegenheit zum handfesten Skandal. Das Unternehmen musste reagieren und untersagte seinen Angestellten, ihr Insiderwissen auszunutzen. Außerdem führte man ein unabhängiges Audit durch und entließ den verdächtigen Mitarbeiter.

Neun Monate später kommt es in den USA zum Prozess und damit zu einer Premiere, denn bisher gab es keinen Fall, der den Insiderhandel mit NFTs durch einen leitenden Angestellten zum Gegenstand hat. Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, 45 NFTs im Zeitraum zwischen Juni und September 2021 heimlich im Vorfeld gekauft zu haben. Da er in seiner Rolle als Head of Product selber beeinflussen konnte, welche Kollektionen kurze Zeit später auf der Startseite beworben wurden, konnte er sich einen erheblichen Preisvorteil verschaffen.

Gestern wurde der Tatverdächtige in New York festgenommen. Sollte er vor Gericht schuldig gesprochen werden, so drohen ihm für jeden der beiden erhobenen Tatvorwürfe jeweils bis zu 20 Jahren Haftstrafe.

Markt bleibt weiterhin riskant

Non-fungible Token machen eine Entwicklung durch, die erst Kryptowährungen und später dann Token während der Ära der ICOs durchlaufen mussten. Der Markt ist jung, nicht sonderlich gut reguliert und neben der ungestümen Innovation kommt es unweigerlich auch zu Straftaten.

Bisher haben sich aber alle seriösen Akteure immer dafür eingesetzt, die Interessen ihrer Kunden zu wahren und auf der richtigen Seite des Gesetzes zu stehen. Das gilt auch für OpenSea, denn die Plattform trägt als weltweit größter Marktplatz für NFTs eine besondere Verantwortung für die Branche, der man auch gerecht werden will.

Anleger sollten sich also darauf gefasst machen, dass es auch der Markt für NFTs seine hohen Gewinnchancen nur deshalb trägt, weil er ebenfalls mit hohen Risiken behaftet ist.

Ähnliche Beiträge

Bitcoin-ETF abgelehnt – Grayscale klagt gegen die SEC

Robert Steinadler

USA: Non-Profit klagt gegen Meldepflicht von Kryptowährungen

Robert Steinadler

Bewährungsstrafe: Ex-CEO von BitMEX muss nicht ins Gefängnis

Robert Steinadler