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Omikron sorgt für Beben – Kann sich der Bitcoin-Kurs erholen?

Bitcoin-Münze mit Preischart
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Auftauchen einer neuen Virusvariante hat die Märkte ins Wanken gebracht.
  • Die Angst vor einem globalen Lockdown und den wirtschaftlichen Folgen setzte auch Bitcoin zu.
  • Dabei zeigen sich erste Zeichen einer möglichen Erholung und der Kurs könnte schon bald Unterstützung finden.

Der März 2020 war für viele Anleger traumatisch. Nachdem klar wurde, dass die Weltwirtschaft in einen nie gekannten Stillstand übergehen würde, brach der Aktienmarkt zusammen. Auch Bitcoin rauchte binnen weniger Stunden ab. Rückblickend betrachtet handelte es sich bei der damaligen Reaktion der Märkte um eine der besten Gelegenheiten zu kaufen.

Doch diesmal könnte alles ganz anders werden, denn eine neue Virusvariante bereitet Wissenschaft und Politik große Sorge. Vorsorglich erließ Deutschland Reisebeschränkungen für Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botswana, Mosambik, Eswatini, Malawi sowie Lesotho und auch andere EU-Länder reagierten ähnlich auf die bisher unbekannte Variante. Die mediale Aufbereitung der Corona-Pandemie schafft es im Gesamtbild auch im Fall der Omikron-Variante kontroverse Widersprüche zu erzeugen.

Das sorgt für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten, weil es schwieriger wird einzuschätzen, wie gefährlich Omikron am Ende ist und welche Auswirkungen das auf die Wirtschaft haben wird. Die Folge ist ein erneuter Abverkauf, der allerdings bisher nicht so heftig ausfällt wie im Jahr 2020.

Diese Preislevel sind für Bitcoin wichtig

Aktuell weist der RSI im täglichen Chart einen Tiefpunkt auf, der mit denen vom 20. Juli und dem 21. September vergleichbar ist. An beiden Tagen erreichte der Bitcoin-Kurs einen Tiefpunkt und nahm danach wieder Fahrt zu neuen Hochpunkten auf.

Bildquelle: tradingview.com

Noch besteht ein wenig Spielraum nach unten und das könnte dafürsprechen, dass BTC einen Ausflug in den Bereich zwischen 51.000 und 53.000 US-Dollar macht, bevor der Kurs wieder dreht. Ob er danach allerdings zu einer Rallye ansetzt und ein neues Allzeithoch anpeilt, lässt sich nicht sicher sagen. Denn bei 67.000 US-Dollar zeigte sich die Kursrallye erstaunlich schnell erschöpft und diese Schwäche stand nicht mit etwaigen Virusvarianten im Zusammenhang.

Es könnte also sein, dass Bitcoin danach in eine Range übergeht, die ihr oberes Ende bei etwa 60.000 US-Dollar finden könnte und das untere bei ca. 51.000 US-Dollar.

Was, wenn nicht?

Die Preiszone zwischen 51.000 und 53.000 US-Dollar scheint das offensichtliche Ziel zu sein und wird von vielen Tradern und Analysten angepeilt und auch öffentlich ins Spiel gebracht. Wie es so oft beim Trading ist, kann es gehörig schief gehen, wenn alle auf die gleiche Karte setzen. Es könnte also sein, dass der Markt in dieser Hinsicht eine Enttäuschung erlebt und Bitcoin wenigstens kurzfristig in den Bereich von 48.000 US-Dollar rutscht.   

Ein weiteres Risiko, welches extrem schwer einzuschätzen ist, sind die Reaktionen der Spitzenpolitik in den kommenden Wochen. Sollte aufgrund der Corona-Pandemie erneut heftige Einschnitte erfolgen, dann kann es schlicht zu einem Crash kommen.

Aber es gibt auch einen positiven Ausgang, der gut denkbar bzw. möglich ist. Bitcoin könnte im Bereich zwischen 54.000 und 55.000 US-Dollar bereits eine Bodenbildung vollzogen haben. Sollte das der Fall sein, dann bliebe abzuwarten, ob der Markt in eine Range übergeht oder die Bullen das Ruder übernehmen.

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