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Nach DeFi-Crash: Mark Cuban fordert Regulierung von Stablecoins

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Bildquelle: Mirko Kaminsk, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Milliardär Mark Cuban verlor bei seinem Investment in den Iron Titanium Token ein kleines Vermögen.
  • Dies bestätigt erneut, dass DeFi immer noch in einem experimentellen Stadium steckt.
  • Zur Verwunderung der breiten Öffentlichkeit forderte Cuban als Reaktion darauf die Regulierung von Stablecoins.

Mark Cuban ist schwer reich, der Milliardär ist außerdem dafür bekannt, ein ausgesprochener Befürworter von Ethereum, Non-Fungible Token und Decentralized Finance zu sein. Nun geschah es, dass er als Investor in den sauren Apfel beißen und zusammen mit vielen anderen Anlegern einen Totalverlust hinnehmen musste.

Ein Rug-Pull könnte der Grund gewesen sein, warum der Preis für TITAN kurzerhand kollabierte. Der Iron Titanium Token ist der hauseigene Token von Iron.Finance, einem dezentralen Stablecoin-Protokoll. Der Token verlor binnen kürzester Zeit 100% an Wert.

Das Entwicklerteam hat eine ganz andere Erklärung parat und geht von einem Ansturm auf die Liquiditätsreserven aus, was einem Bank-Run gleichkam und den Crash verursachte. Am Ende ist die Ursache nicht abschließend geklärt. Fakt ist, dass der Token von 65 US-Dollar auf 0,000000036150 US-Dollar abfiel. Ein brutaler Verlust, der wohl nicht mehr zu kompensieren ist.

Cuban fordert Regulierung

Cuban zeigte sich zunächst gegenüber den Medien optimistisch und nahm seinen Verlust, den er gering nannte, sportlich, forderte dann aber gegenüber Bloomberg die Regulierung von Stablecoins und damit indirekt die des DeFi-Sektors. Das sorgte auf Social Media nicht nur für sehr viel Spot, sondern wirft die Frage aus, wie Regulatoren in diesem Umfeld überhaupt einschreiten sollten.

Gegenüber Bloomberg forderte Cuban eine bessere Regulierung von Stablecoins und eindeutigere Definitionen, wie diese ihre Deckung erfahren sollten. Hier herrsche seiner Meinung nach zu viel Unklarheit. Eine Frage, die Cuban wohl auch beschäftigen dürfte, weil das Projekt bei dem er Geld verlor eine dezentrale Stablecoin-Lösung ist.

Sofern Protokolle tatsächlich quelloffen von Entwicklern weltweit unterstützt und gepflegt werden, sieht es eher düster aus. Insbesondere dezentrale Stablecoin-Projekte, die ihre Deckung nicht direkt durch Fiatwährung erfahren, scheinen besonders schwer greifbar zu sein. Anders verhält es sich bei Projekten, die ein identifizierbares Team und Unternehmen besitzen.

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