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Monero: Transaktionen partiell enttarnt – Ist XMR noch sicher?

Monero CipherTrace
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Ein Bug in Monero erlaubt die teilweise Identifizierung von Transaktionsdaten.
  • Nutzer können als Workaround 1 Stunde verstreichen lassen, bis sie nach Empfang weitere Transaktionen tätigen.
  • Die Einlagen der Nutzer sind laut den Entwicklern jedoch nicht Gefahr.

Monero hat einen signifikanten Bug, welcher vor wenigen Stunden veröffentlicht wurde. Unter bestimmten Umständen kann es passieren, dass der Output einer Transaktion identifiziert werden kann. Monero verschleiert Transaktionen u. a. dadurch, dass sogenannte Köder verwendet werden. Ein Köder ist ein beliebiger Output und soll dafür sorgen, dass ein Beobachter von außen nicht feststellen kann, welcher der echte ist.

Empfängt ein Anwender XMR und schickt nach Erhalt innerhalb von 20 Minuten eine Transaktion, dann kann es zu einem Fehler kommen und der Output lässt sich möglicherweise zuordnen. Da die meisten Transaktionen die restlichen Vorbedingungen für das Auftreten des Fehlers statistisch erfüllen, dürfte die ganze Transaktionshistorie von dem Problem betroffen sein. Monero verschleiert außerdem die verwendeten Adressen und Menge an XMR, die versendet wird. Diese Funktionen sind aber wohl nicht von Fehlern betroffen.  

Bis der Bug durch ein Update behoben werden kann, sind Nutzer dazu angehalten, eine Stunde nach dem Erhalt von XMR zu warten, um eine mögliche Zuordnung zu verhindern. Outputs von Transaktionen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, lassen sich wahrscheinlich auch zuordnen, wenn sie unmittelbar nach Erhalt verschickt worden sind.

XMR-Kurs bleibt stabil

Die Einlagen der Nutzer sind nicht gefährdet und die Transaktionen sind nicht komplett enttarnt. Aber das Problem läuft dem Anspruch zuwider, anonyme Transaktionen auf der Monero-Blockchain zu ermöglichen und könnte theoretisch weitere Probleme verursachen, weil die verschiedenen Mechanismen zum Schutz der Privatsphäre ineinandergreifen. Außerdem dürften auch alle Projekte betroffen sein, die auf dem Code von Monero basieren und die gleiche Technologie verwenden.

Den Markt lässt das Problem aber bisher kalt. Für den Kursverlauf können Bugs eher dann problematisch werden, wenn sich die totale Umlaufmenge verändert oder die Einlagen der Nutzer in den Wallets nicht mehr sicher sind.  

Bisher steht der XMR-Kurs in einer Warteposition. Sollte Bitcoin ein vollständiger Rebound gelingen, dann dürfte Monero zusammen mit allen anderen Altcoins ebenfalls von der Situation profitieren.

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