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Monero Kurscrash: Binance streicht XMR endgültig aus seinem Angebot

Der Monero Kurs auf einer Trading App
Bildquelle: © photo_gonzo - stock.adobe.com

  • Binance nimmt u. a. den Privacy Coin Monero (XMR) aus dem Programm.
  • Das Thema Blockchain und Datenschutz steht regulatorisch unter Hochdruck.
  • Die Vorbehalte sind groß, weil Kriminelle ihre Finanzströme verschleiern können.

Binance trennt sich von Monero (XMR), Multichain (MULTI), Vai (VAI) und Aragon (ANT). Laut eigener Darstellung zieht man eine Reihe von Gründen in Betracht, wenn es darum geht, digitale Assets aus dem Programm zu nehmen. Tatsächlich dürfte es sich im Fall von Monero jedoch um eine Entscheidung handeln, die primär durch den wachsenden Druck auf die Kryptobörse bedingt ist.

Der Gründer und Ex-CEO von Binance bekannte sich in einem US-Strafverfahren schuldig, weshalb es zu einem Wechsel in der Führung kam. Seit dem Skandal muss sich das Unternehmen vorsehen und steht insbesondere in den USA unter Beobachtung. Primär dürften es aber die Vorbehalte diverser Aufsichtsbehörden gegen Privacy Coins sein, welche dafür gesorgt haben, dass Monero aus dem Programm genommen wird. Im Juni 2023 wurde XMR in Frankreich, Spanien, Polen und Italien von Binance aus dem Handel genommen.

Bislang reagierte man also nur auf lokale Anforderungen, um den Markt insgesamt offenzuhalten. Doch damit ist ab dem 20. Februar endgültig Schluss. Dann wird der Handel eingestellt und XMR im Nachgang schrittweise von der Plattform entfernt. Kunden haben bis zum 20. Mai 2024 Zeit, um ihre XMR von Binance abzuheben.

Monero verliert wichtige Liquidität

Auch wenn Binance aufgrund der vielen Skandale beim Marktanteil ordentlich Federn lassen musste, handelt es sich immer noch weltweit um die größte Kryptobörse. Damit verliert Monero den wichtigsten Handelsplatz und somit eine Menge Liquidität. Für Monero ist das jedoch enorm wichtig, weil XMR nur in einem begrenzten Umfang direkt getauscht oder gehandelt werden kann. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Binance nicht die erste und vermutlich auch nicht die letzte Börse ist, die dem regulatorischen Druck nachgibt.

Eine der wenigen renommierten Börsen, wo XMR noch gegen US-Dollar oder Euro gehandelt werden kann, bleibt Kraken. Dieser Umstand macht es nur wahrscheinlich, dass Monero in Zukunft nur noch im Peer-2-Peer-Handel eine Rolle spielen wird. Wer seine Transaktionsdaten schützen will, dem wird das reichen. Für Spekulanten ist das jedoch ein denkbar schlechtes Signal und das hat spürbare Folgen.

XMR bricht um 40 Prozent ein

In Reaktion auf die Meldung brach der XMR-Kurs gestern um rund 40 Prozent ein. Heute konnte sich der Markt von dem Schock erholen und Monero steht wieder bei 130 US-Dollar. Jetzt muss sich zeigen, ob die wichtige Marke von 100 US-Dollar nach dem initialen Schock dauerhaft behauptet werden kann. Sollte sie nach unten durchbrochen werden, dann wäre das ein denkbar schlechtes Signal. Die Befürchtung der meisten Anleger ist aktuell, dass Monero zur heißen Kartoffel wird, die nirgends mehr verkauft werden kann.


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Ein solches Szenario ist im Rahmen der Möglichkeiten. Weil es aber noch viele Handelsplätze gibt, die XMR wenigstens direkt gegen BTC oder andere Kryptowährungen wechseln, ist man davon aber noch ein gutes Stück entfernt. Investierte Anleger sollten die Situation also genau beobachten.

Für bullische Spekulanten zeichnen sich im Wesentlichen zwei Optionen ab. Vorsichtige Anleger werden abwarten, bis dass der XMR-Kurs eine Bodenbildung vollzieht, um dann einzukaufen. Wer hingegen das Risiko nicht scheut, der kauft bereits auf diesem Niveau ein und spekuliert auf eine Fortsetzung der aktuell laufenden Gegenbewegung. Auch für bärisch gestimmte Anleger ergibt sich eine Einstiegsmöglichkeit. Wer mit weiteren Kursverlusten rechnet, der kann versuchen den Rebound abzuverkaufen.

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