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Max Keiser: Arme Menschen sollten zu Bitcoin greifen

Bitcoin Münze
Bildquelle: Michael Wuensch, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

  • Max Keiser gilt als starker Befürworter von Bitcoin und greift das Thema auch in seinen journalistischen Beiträgen auf.
  • Keiser verquickt die jüngsten Veränderungen in der US-Geldpolitik mit einem Ratschlag an den ärmeren Teil der Bevölkerung.

Er gilt als das Enfant terrible in der Bitcoin-Szene und nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Nun richtet Max Keiser das Wort an die Ärmsten in der Bevölkerung. Seiner Ansicht nach wird diese Bevölkerungsschicht durch die aktuelle Politik abgehängt.

Über Twitter ließ Keiser wissen:

Arme Menschen hören gerne, dass die Regierung Geld druckt. Sie denken, dass sie auch etwas davon bekommen, aber das tun sie nie (bereinigte Inflation). Arme Menschen sollten Bitcoin kaufen (wenn auch nur 1 Dollar pro Tag). Dann werden sie reiche Leute. Diejenigen, die dies taten, als ich es vor 9 Jahren zum ersten Mal empfahl, sind heute Millionäre.

Max Keiser via Twitter, übersetzt aus dem Englischen.

Doch der Ratschlag wirft einige Fragen auf, denn Keiser diskutiert offensichtlich einige der wichtigsten Fakten nicht.

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Bitcoin kostet ein Vermögen

Der gleiche Ratschlag war vor 9 Jahren mit Sicherheit goldrichtig, denn Bitcoin wurde zu diesem Zeitpunkt für wenige US-Dollar gehandelt. Eine erneute Wertsteigerung in gleicher prozentualer Höhe ist eher unwahrscheinlich. Mit wenigen Dollar reingehen und als Millionär aus der Asche emporsteigen, dürfte nicht nochmal funktionieren.

Ein weiterer Aspekt, der eine tragende Rolle spielt, sind die Lebensbedingungen, in denen sich die jeweilige Person befindet. Die Experten sind sich darüber einig, dass man nur mit Geld spekulieren sollte, auf das man auch absolut verzichten kann.

Menschen die in Armut leben können das aber nicht. Sie haben keine Reserven auf Geld zu verzichten, sondern benötigen im Zweifelsfall jeden Cent.

Dieser Ratschlag ist Gift

Bitcoin ist, so sehr es auch in der Szene für seine Qualitäten gefeiert wird, am Ende eine hochspekulative Anlage. Der Crash Mitte März hatte den Preis fast auf das Vorjahrestief zurückgeworfen.

Gleichzeitig zeigt sich dadurch, dass der Bitcoin-Kurs eben nicht gänzlich vor allen Unbilden gefeit ist. Arme Menschen brauchen kein erfolgreiches Investment, sondern Mittel und Wege ihre Armut durch Erwerbstätigkeit zu beenden.

Diese gesellschaftliche Problematik lässt sich nicht mit einem Protokoll lösen. Wer den Ärmsten einer Gesellschaft zu hochriskanten Anlagen rät, der kann das Klientel auch direkt in das nächste Casino schicken.