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Kraken CEO: Wer sich sorgt, sollte Kryptowährungen abheben

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Bildquelle: aykapog, pixabay.com

  • Durch den Notstand in Kanada geraten auch Bitcoin-Börsen ins Visier.
  • Kraken CEO Jesse Powell bestätigte, dass sein Unternehmen behördlichen Anfragen nachkommen muss.
  • Im Zuge dessen riet er betroffenen Kunden an, Bitcoin und andere Kryptos vorsorglich von der Börse abzuziehen.

Der Arm des Gesetzes ist bekanntlich lang. Und da in Kanada aufgrund der Proteste der Notstand ausgerufen wurde, ist er jetzt noch ein Stückchen länger geworden. Dass er in eine Blockchain eingreifen kann, ist jedoch nicht gegeben.

Via Twitter gestand Jesse Powell ein, dass sein Unternehmen betroffene Kunden nicht schützen kann. Sollte Kraken behördliche Anweisungen erhalten, dann wird man ihnen Folge leisten müssen. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um ein Problem, welches exklusiv für Kraken gilt, sondern es betrifft alle Unternehmen, die als regulierte Krypto-Börsen operieren.

Außerdem gab Powell direkt einen Ratschlag, wie Betroffene mit der Situation am besten umgehen können.

Selbstverwahrung ist die Lösung

Obwohl sein Rat naheliegend und ehrlich war, entspricht das, was Powell schrieb, zunächst nicht ganz den Erwartungen an den Chef einer Krypto-Börse. Denn wer mit der Situation ein Problem hat, der solle einfach alle Coins und Bargeld von den Börsen abziehen und ausschließlich Peer-to-Peer-Trading betreiben, so Powell.

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Tatsächlich gilt immer noch der Grundsatz „Not your keys, not your coins“. Das Motto soll daran erinnern, dass Bitcoin nur in Selbstverwahrung einen wirklichen Nutzen erbringt. Kanada befindet sich jedenfalls in einer Ausnahmesituation, weshalb den meisten Kunden von Kraken und auch von anderen Börsen keine unmittelbare Gefahr droht.

Dass sich die Protestler mit Bitcoin kurzfristig vom Staat lossagen könnten, ist prinzipiell möglich. Allerdings verfügt der Staat auch über andere Druckmittel, weshalb die Finanzierung der Proteste nicht der ultimative Test für den Durchhaltewillen wird. Davon losgelöst steht außerdem die Frage im Raum, ob es überhaupt für eine Gesellschaft wünschenswert ist, wenn sie von Unruhen betroffen wird.