Recht

Klage gegen MoneyGram: Partnerschaft zu Ripple problematisch

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Bildquelle: Edward Lich, pixabay.com

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Kompakt:

  • MoneyGram ging mit Ripple im Juni 2019 eine Partnerschaft ein.
  • Diese wurde wegen des Verfahrens gegen Ripple vorläufig eingestellt.
  • Nun befindet sich eine Sammelklage gegen MoneyGram im Anmarsch, die im Kern auf dem SEC-Verfahren gegen Ripple basiert.

In den USA bahnt sich eine Sammelklage gegen MoneyGram an. Laut den Klägern soll es das Unternehmen versäumt haben, seine Investoren und Aktionäre darüber zu informieren, dass die SEC die Kryptowährung XRP als ein nicht registriertes Wertpapier einstuft bzw. einstufen könnte. Dadurch soll ihnen ein Nachteil entstanden sein, denn MoneyGram muss bereits auf Einnahmen durch die Partnerschaft zu Ripple verzichten. Sollte Ripple das Verfahren verlieren, dann würde dieser Nachteil sogar noch größer, weil MoneyGram dann wahrscheinlich endgültig auf die Einnahmen verzichten müsste.

Die Kläger sehen in dem Versäumnis eine Irreführung der Anleger durch fehlende bzw. falsche Informationen und fordern Schadensersatz. Das Ripple sich nicht geschlagen gibt und das Verfahren noch nicht entschieden wurde, spielt also eine untergeordnete Rolle. In den USA wirbt die Kanzlei „The Rosen Law Firm“ der Klage per Onlineformular beizutreten. Wer zwischen dem 17. Juni 2019 und dem 22. Februar 2021 Aktien von MoneyGram International (WKN: A1JNTV) erworben hat, der kann versuchen sich der Klage anzuschließen.

MoneyGram muss Partnerschaft einstellen

Im Zuge des laufenden Verfahrens gegen Ripple gab MoneyGram erst letzte Woche bekannt, dass man die Zusammenarbeit mit Ripple auf Eis legt. Konkret ging es um die Nutzung von Ripples ODL-Plattform, welche vormals unter dem Produktnamen x-Rapid lief. Diese hatte man laut eigener Darstellung für den Devisenhandel verwendet, nicht aber für den Transfer von Kundengeldern.  

Für die Nutzung der Plattform wurde MoneyGram durch Ripple bezahlt. Außerdem sollte die Partnerschaft auch bei der Weiterentwicklung helfen. Solange das Verfahren nicht entschieden ist, kann die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt werden. Ein ähnliches Bild hatte sich zuvor bereits bei Börsen und Brokern eingestellt, die XRP entweder vollständig aus dem Handel nahmen oder den US-Markt einschränkten.

MoneyGram kam vergleichsweise spät zu dem Entschluss, obgleich man bereits im Dezember 2020 bereits ankündigte, die Situation genau zu beobachten.

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