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Gouverneur der Bank of England: Bitcoin ist kein Geld

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Bildquelle: Maurisa Mayerle, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Der Governeur der Bank of England hat sich erneut negativ über Bitcoin geäußert.
  • Demnach sieht er in BTC kein Geld und schreibt Bitcoin keinen Wert zu.
  • Stablecoins räumt er jedoch gewisse Chancen ein, zukünftig eine Rolle spielen zu können.

Das Verständnis darüber, was Bitcoin ist und in Zukunft einmal werden wird, geht oftmals weit auseinander. Auch Andrew Bailey hat eigene Vorstellungen zu Bitcoin und sie sind nicht sonderlich positiv.

In einer Rede äußerte sich Bailey erneut zu Bitcoin und bezweifelte seinen Wert. Dabei scheint den Chef der Bank of England primär zu stören, dass BTC keine Deckung erfährt. Demnach fehlt BTC der intrinsische Wert und somit ist alleine der Begriff Kryptowährung bereits irreführend. Damit holt Bailey erneut gegen Bitcoin aus und das muss er auch.

Durch die Einführung von BTC als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador wird die Polit- und Finanzelite weltweit herausgefordert. Erst letzte Woche äußerste sich der Chef des niederländischen Büros für wirtschaftspolitische Analysen ebenfalls abschätzig über Bitcoin und forderte ein komplettes Verbot.

Stablecoins haben eine Chance

Es verwundert daher nicht, dass Bailey sich für Stablecoins ausspricht und ihnen eine Chance einräumt, zukünftig ein fester Bestandteil des Finanzsystems werden zu können. Schließlich erfahren sie Deckung durch Fiatwährung, was sein zentraler Kritikpunkt an Bitcoin ist.

Damit verrät der Gouverneur am Ende jedoch nichts Neues, denn Stablecoins sind bereits ein fester Bestandteil der Krypto-Ökonomie geworden und es gibt mittlerweile keine Nation, die nicht wenigstens die Möglichkeiten auslotet, ihre Währung zu digitalisieren. Es ist jedoch nicht die Frage, ob Stablecoin-Lösungen oder CBDC in Zukunft kommen werden, sondern wann sie in allen Bereichen des Lebens ihren Einzug halten.

Am Ende sind diese Aspekte für Bitcoin jedoch nicht wichtig, denn zwischen Stablecoins und CBDC besteht in Hinblick auf ihren Wert nur ein geringer Unterschied. Wichtig ist lediglich die Frage, ob man Bitcoin ein Wert zuschreibt, den Bestandteile des Fiat-Systems nie haben können. Andrew Bailey hat sich hier bereits entschieden und die Geschichte wird zeigen müssen, ob er auf der richtigen Seite steht.

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