Regulierung

Direktor des CPB: Niederlande müssen Bitcoin komplett verbieten

Bitcoin-Verbot
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Pieter Hasekamp hat in einem Meinungsbeitrag vorgeschlagen, Bitcoin vollständig zu verbieten.
  • Gemeint ist damit der Handel, das Mining und die Verwahrung sowie der Besitz von BTC.
  • Der Direktor des niederländischen CPB ist der Meinung, dass eine lasche Regulierung schlimme Folgen haben wird.

Das Establishment schlägt zurück. Nun, da in El Salvador Fakten geschaffen worden sind, heben angesehene Vertreter aus Politik und Wirtschaft den Fehdehandschuh auf. In den Niederlanden machte sich Pieter Hasekamp ans Werk. Hasekamp ist seines Zeichens Direktor des Büros für wirtschaftspolitische Analysen (Centraal Planbureau, CPB).

Das Financieele Dagblad veröffentlichte einen Meinungsbeitrag von Hasekamp, in dem er vermeintlich hart ins Gericht mit Bitcoin ging. BTC ist demnach das schlechtere Geld und wenn es nicht bald verboten wird, dann werden die Investoren schlimme Verluste bei dem unvermeidlichen Crash erleiden.

Bitcoin ist schlecht für die Umwelt, schlecht für die Wirtschaft und nur gut für Kriminelle, so Hasekamp. Letztlich würden Anleger nur auf BTC reinfallen, weil andere Anleger sie davon überzeugen, dass es sich hierbei um ein stimmiges Investment handelt. Es ist dieser gemeinsame Glaube, der Hasekamp zufolge dafür sorgt, dass Bitcoin am Ende als ein legitimes Investment wahrgenommen wird. In dieser Lage sei es kontraproduktiv, wenn Regulatoren Bitcoin nicht verbieten, denn das würde den von Hasekamp beschriebenen Effekt nur verstärken. Deshalb müssen die Niederlande Bitcoin direkt komplett verbieten, damit bei den Anlegern kein falscher Eindruck aufkommt.

Alles eine Glaubensfrage

Hasekamp hat teilweise recht. Ob die Menschen einer Sache einen Wert beimessen ist durchaus eine Glaubensfrage. Selbstverständlich kann man daran glauben, dass die Währungspolitik in den Niederlanden und Europa auf Dauer den Bürgern dienen wird.

Man kann auch an das Gegenteil glauben und sich die schwindende Kaufkraft betrachten und sich fragen, wohin man sich sonst wenden sollte. Billige Unterhaltungselektronik, steigende Lebensmittelpreise und unbezahlbarer Wohnraum. Bitcoin will und kann dazu einen Gegenpol bilden und es wird Zeit, dass Experten einsehen, dass sich der Schauplatz nicht im Darknet befindet.

Es ist nicht so sehr der Erfolg von Bitcoin, sondern das Versagen von Politik und Eliten, den Ansprüchen ihrer Bürger gerecht zu werden, die BTC zu Alternative macht. Im Süd- und Mittelamerika ist das schon länger Thema, und unter dem zugegebenermaßen harten Regime von Präsident Bukele ist ein Schritt erfolgt, den Venezuela in anderer Form schon gegangen ist. Anders als der Petro ist Bitcoin aber nicht an Ölreserven oder die Spitzenpolitik eines spezifischen Landes gebunden.

Wir nähern uns einem Punkt, wo sich die Bedeutung von „1 BTC = 1 BTC“ langsam, aber sicher entfaltet. Wenn genügend Menschen daran glauben, dann ist eine Konversion in Euro oder US-Dollar in ferner Zukunft überflüssig.

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