Recht

Gemini erhebt schwere Betrugsvorwürfe gegen die DCG

Cameron Winklevoss
Cameron Winklevoss im Jahr 2015. Bildquelle: Noam Galai/Getty Images for TechCrunch | flickr.com (CC BY 2.0)

  • Cameron Winklevoss erneuert seine Vorwürfe gegen DCG und ihren CEO Barry Silbert in einem offenen Brief.
  • Darin wirft er ihm nicht nur vor, öffentlich gelogen, sondern auch Milliardenverluste verschleiert zu haben.
  • Laut dem Gemini CEO sind mehr als 340.000 Kunden von „Gemini Earn“ betroffen.

Cameron Winklevoss hat in einem weiteren offenen Brief erneut sehr schwere Vorwürfe gegen die DCG und den CEO Barry Silbert erhoben. Konkret wirft er ihm nicht nur vor, öffentlich gelogen, sondern auch Gelder veruntreut und verzockt zu haben. Auch die SEC und das US-Justizministerium haben zu dem Fall der DCG und Genesis bereits Ermittlungen aufgenommen.

Erneut betonte Winklevoss sein Ultimatum, die 900 Millionen US-Dollar Kundengelder von Gemini bereitzustellen. Gleichzeitig ließ es sich der Gründer auch nicht nehmen, mehrfach den Rücktritt von Silbert zu fordern, mit dem, so Winklevoss, die DCG keine Zukunft mehr hätte. Abschließend betonte er noch, dass er mit einem neuen Management auf eine positivere Zusammenarbeit hofft.

Folgt der nächste Kollaps?

Doch was passiert eigentlich, wenn sich die Vorwürfe gegen DCG und Silbert als wahr herausstellen. In diesem Fall wäre nicht nur die DCG Geschichte, sondern auch der nächste große Skandal im Krypto-Sektor da.

Bei einem weiteren Bilanzbetrug von einer solchen Größe könnte das Vertrauen in den Krypto-Sektor über Jahre verloren gehen. Da die Digital Currency Group mit Genesis nicht nur einen Broker und ein Lending-Produkt, sondern auch den Grayscale Investment Trust unter seinem Dach an den Markt gebracht hat. Auch die niederländische Börse Bitvavo ist betroffen und ihr droht ein Verlust von 280 Millionen Euro, den sie aus eigener Tasche stemmen will, wenn es hart auf hart kommt.

Grayscale ist für die Branche von Bedeutung

Dieses Anlagevehikel für Bitcoin steht schon seit Längerem im negativen Licht der Öffentlichkeit. Sollte am Ende nicht nur Genesis, sondern gar die DCG in die Insolvenz gehen, würden auch die Assets in die Insolvenzmasse fallen und vor allem institutionelle Investoren mit leeren Händen dastehen.

Dies könnte eine endgültige und lange Abkehr von digitalen Vermögenswerten bedeuten und sich letztlich sehr negativ auf die Kurse auswirken. Bisher gibt es bis auf die Anschuldigungen von Winklevoss aber noch keine konkreten Beweise, die den Hergang bestätigen.

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