Gemeiner Hack: Spanische Gemeinde wird um Bitcoin erpresst

Reitschule in Jerez
Bildquelle: Pablo Valerio, pixabay.com

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Eine beschauliche Stadt

Die spanische Stadt Jerez de la Frontera hat einen klangvollen Namen, der auf eine stolze Geschichte zurückblicken kann. Sie liegt im schönen Andalusien und gilt als Heimat des berühmten „Sherry“. Mit mehr als 200.000 Einwohnern ist sie keine Weltmetropole, aber immerhin ein regionales Zentrum.

Neben einer königlichen Reitschule lockt der „Große Preis von Spanien“ mit einem Motorradrennen jedes Jahr Motorsportfans an, immerhin eben so viele, wie die Stadt selber an Einwohnern zählt. Aber etwas stimmt nicht in der ansonsten so malerischen Kulisse der Gemeinde.

Denn die Stadt wird auf ganz gewöhnliche Weise erpresst. Sie soll eine Zahlung in Bitcoin leisten, damit ihre Website wieder freikommt.


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Website gesperrt

Eigentlich ein Manöver, welches auch Endanwender wohlbekannt ist. Über Schadsoftware verschaffen sich Kriminelle Zugang zu dem PC, sperren ihn und verschlüsseln die eigenen Daten. Erst wenn man zahlt bekommt man ein Passwort und kann auf alles wieder zugreifen. Und selbst das klappt nicht immer.

In dem vorliegenden Fall ist die Internetpräsenz der Stadt zum Ziel geworden. Der Hacker übernahm die Kontrolle und forderte die Stadt auf ihm ein Lösegeld in Bitcoin zu zahlen. Zu der Höhe der geforderten Summe wollte man sich an offizieller Stelle nicht äußern.

Gegenmaßnahmen ergriffen

Doch die Stadt denkt gar nicht daran etwas zu bezahlen. Laut Medienberichten habe man die Seite solange vom Netz genommen, bis das Problem behoben ist und sie wieder sicher genutzt werden kann. Ermittlungsbehörden wurden ebenfalls eingeschaltet und untersuchen den Fall.

Der Angriff auf die Gemeinde ist kein Einzelfall, denn immer mehr Firmen und öffentliche Einrichtungen werden zum Ziel solcher Attacken. Der Tourismus ist für die Stadt ein wichtiger Wirtschaftszweig, daher ist das Vorgehen aus Sicht der Täter durchaus plausibel.

Behörden raten nicht zu bezahlen. Für viele Privatpersonen stimmt das auch, weil sie häufig in einem ganz anderen Ausmaß betroffen sind. Grade Unternehmen können es sich aber nicht leisten zu warten und nehmen Zahlungen in Kauf, damit ihre Systeme weiterarbeiten können. Daher ist davon auszugehen, dass in diesem Bereich zukünftig mehr Wachstum an Straftaten zu erwarten ist.

Quelle: RFI

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