Recht

Rätsel um FTX-Hack gelöst: Trio stahl 400 Millionen US-Dollar

FTX Logo groß auf Bildschirm
Bildquelle: © Ascannio - stock.adobe.com

  • FTX soll 2022 per SIM Swapping von einem Trio gehackt worden sein.
  • Dabei erbeuteten die Tatverdächtigen über 400 Millionen US-Dollar.
  • Damit ist die Theorie widerlegt, dass sich um einen Angestellten der Börse gehandelt hat.

Der FTX-Hack sorgte für wilde Spekulationen, denn während die Börse in den Abgrund gezogen wurde, verschwanden 400 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen von der Bildfläche. Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich um einen Angestellten gehandelt haben müsste. Diese Theorie wurde auch von Sam Bankman-Fried propagiert. Der FTX-Gründer wurde seinerseits in einem Strafverfahren in den USA verurteilt. Am 28. März soll sein Strafmaß verkündet werden, ihm drohen theoretisch über 100 Jahre Haft.

Für den Hack soll ein Trio verantwortlich gewesen sein, welches sich auf SIM Swapping spezialisiert haben soll. Laut Bloomberg sollen die mutmaßlichen Täter einen Mobilfunkanbieter überzeugt haben, die Rufnummer eines Angestellten von FTX auf sie zu übertragen. Damit erlangten sie Zugang auf die Infrastruktur der Börse und konnten die Wallets leerräumen. Dabei soll es sich jedoch nicht um einen Einzelfall gehandelt haben. Laut der Klageschrift sollen die Angeklagten regelmäßig auf Beutezug gegangen sein und es primär auf Kryptowährungen abgesehen haben.

FTX wird in den Dokumenten jedoch nicht namentlich erwähnt. Stattdessen ist in den Dokumenten nur von der „Victim Company-1“ die Rede. Quellen von Bloomberg sollen jedoch bestätigt haben, dass es sich in der Tat um FTX handeln soll.

Insolvenzverfahren ohne Happy End

Die Gläubiger von FTX werden mit einem blauen Auge davonkommen. Demnach werden sie aller Voraussicht nach voll entschädigt, allerdings werden für ihre digitalen Assets Tiefstpreise angesetzt. Weil mit der Pleite von FTX der ganze Markt zusammenbrach, mindert das auch den Wert der geschuldeten Assets. Die Referenzkurse für die Gläubiger orientieren sich somit am Zeitpunkt des Konkurses, daher an den Preisen im November 2022. So sollen sie beispielsweise pro Bitcoin 16.871 US-Dollar erhalten.

Ob die Mittel aus dem FTX-Hack sichergestellt werden können, ist noch offen. Im Falle einer Verurteilung müssen die Beschuldigten sie in jedem Fall vollständig abgeben. Für die Gläubiger würde sich dadurch jedoch nichts ändern, denn die Aussicht auf eine volle Entschädigung ist aufgrund der Referenzkurse vom Tisch.


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Die Pläne für einen Neustart von FTX werden ebenfalls beerdigt, wie die Anwälte verlauten ließen. Dass sich keine Investoren finden konnten, ist angesichts des Schadens, den Sam Bankman-Fried verursacht hat, nicht verwunderlich.

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