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Festnahmen in Spanien: John McAfee drohen 30 Jahre Knast

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Kompakt:

  • John McAfee wird wegen Steuerhinterziehung in den USA angeklagt.
  • In Spanien kam es zur Festnahme, eine Auslieferung steht bevor.
  • Auch die SEC will ebenfalls ein Verfahren gegen ihn führen.

John McAfee wird in den USA wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Dies geht aus einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums hervor. Demnach soll McAfee sich in fünf mutmaßlichen Fällen der Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben. In weiteren fünf Fällen soll er es versäumt haben, eine Steuererklärung einzureichen. Die Haftstrafen sind für jedes einzelne Delikt kumulativ, daher könnte McAfee bis zu 30 Jahre ins Gefängnis müssen, sollte ihn ein Gericht in allen Anklagepunkten für schuldig befinden.

McAfee wurde in Spanien festgenommen und zurzeit steht seine Auslieferung noch aus. Glaubt man der Staatsanwaltschaft, dann soll McAfee sein Einkommen mithilfe von Strohmännern und Kryptowährungen versteckt haben. So sollen Immobilien, Fahrzeuge und sogar eine Yacht auf andere Namen geschrieben worden sein, um sein Vermögen zu verschleiern.

Doch der Strafprozess ist nicht das Einzige, was McAfee in der Heimat droht. Denn auch seine Aktivitäten im Zusammenhang mit ICOs sind auf Interesse gestoßen.

Schleichwerbung für ICOs

Die SEC stört sich an den ICOs, für die McAfee warb. Zum einen, weil er es versäumte darzulegen, dass er dafür bezahlt wurde. Und zum anderen, weil er auch durch seine Werbung den Preis illiquider Assets künstlich in die Höhe getrieben haben soll, die er vorher kaufte, um sich zu bereichern. Zusätzlich wird ihm vorgeworfen, wiederholt falsche Tatsachen über die beworbenen ICOs in die Welt gesetzt zu haben, die den Eindruck erweckten, er arbeite für die Projekte als Berater.

Demnach soll McAfee also bewusst Anleger getäuscht haben und sich dafür in einem separaten Verfahren verantworten. Laut der SEC soll er rund 23,2 Millionen US-Dollar auf diese Art verdient haben. Die SEC will mit dem Verfahren eine zivilrechtliche Strafe bewirken.

So soll McAfee seinen Verdienst abtreten müssen und zusätzlich Strafen zahlen. Außerdem will man dafür sorgen, dass er zukünftig keine digitalen Assets mehr öffentlich anbieten darf und darüber hinaus auch keine höhere Position in einem Unternehmen bekleidet, welches Wertpapiere anbietet.  

Das ist keine Überraschung, John

Auch wenn dies der Anfang vom Ende einer der schillerndsten Persönlichkeiten in der Krypto-Industrie sein könnte, so wundert es wohl niemanden, was nun mit McAfee geschieht.

Nicht nur, dass er mehr als einmal im Gefängnis saß. Nein, eigentlich kann es gar nicht sein, dass ein Mann wie McAfee seinen Lebensabend in einem spanischen Rentnerparadies verbringt. Stattdessen wird er sich einen letzten Kampf mit den Gerichten liefern müssen, der wahrscheinlich auch medial ausgeschlachtet werden wird.

Und wer weiß, vielleicht kommt er erneut davon.

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