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Ethereums WBTC erfolgreicher als Bitcoins Lightning Network

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  • Gestern wurden in einer Transaktion knapp 1000 WBTC ausgegeben, was einem Gegenwert von 1000 Bitcoin entspricht.
  • Dies wirft die Frage auf, ob Bitcoin davon profitiert oder eine Konkurrenz zum Lightning Network entstanden ist.

Zwischen Ethereum und Bitcoin herrscht eine gewisse Konkurrenz. Im besten Fall könnte man die beiden Kryptowährungen so verstehen, dass sie sich an unterschiedlichen Stellen ergänzen. Will man jüngsten Zahlen glauben, dann schaffen sie das sogar gegenseitig.

Denn im Augenblick befinden sich mehr WBTC Token auf der Ethereum-Blockchain, als Bitcoin, die im Lightning Network verwendet werden. Die Abkürzung WBTC steht für Wrapped Bitcoin. Nutzer können Bitcoin gegen WBTC einlösen oder umgekehrt wieder gegen Bitcoin eintauschen.

Dadurch wird Bitcoin vermittels des Token im Gegenwert von 1:1 auf der Ethereum-Blockchain handelbar. Dies hat sehr starke Vorteile für beide Kryptowährungen.

Übergangslösung oder Konkurrent?

Jüngst gab es Medienberichte über das relativ starke Wachstum von WBTC. Im Zuge dessen wurde das Wachstum des Token mit dem Wachstum des Lighting Network verglichen.

Das Lightning Network ist eine Second Layer Technologie, die es ermöglichen soll Transaktionen im Bitcoin Netzwerk ohne Verzögerungen zu vollziehen. Im Prinzip ließen sich auch andere Anwendungsfälle realisieren, aber primär geht es um Geschwindigkeit und ein höheres Transaktionsvolumen.

Mit dem WBTC Token wiederum sorgt man für zusätzlich Liquidität. Diese Liquidität ist enorm wichtig, denn sie sichert Bitcoin zusätzliche Relevanz im DeFi-Sektor zu. Gleichzeitig fließt mehr Geld in DeFi-Projekte, denn sie werden dadurch für Anleger leichter zugänglich.

Vergleicht man den Token mit dem Lightning Network, so kann man dies nur in Hinblick auf sogenannte Atomic Swaps. Diese ermöglichen es, Kryptowährungen über die Grenzen von verschiedenen Blockchains hinaus zu tauschen. Da die Swaps vom Lightning Network abhängig sind und dieses immer noch in den Kinderschuhen steckt, muss man sich mit WBTC behelfen.

Erfolg von Ethereum ist gut für Bitcoin

Die Tatsache, dass mit WBTC nach einem Weg gesucht wurde Bitcoin relativ einfach zugänglich zu machen, ist insgesamt ein gutes Zeichen. Das diese Bemühungen nun auch Früchte tragen, zeigt den Bedarf auf, der eindeutig besteht.

Bereits im März 2020 hatte Vitalik Buterin öffentlich bemängelt, dass die fehlenden Möglichkeiten ETH und BTC direkt auf der Blockchain auszutauschen problematisch sind. Bis andere Möglichkeiten zuverlässig zur Verfügung stehen, scheinen Übergangslösungen wie WBTC jedoch akzeptable zu sein.

Am Ende verleihen sich beide Ökosysteme gegenseitig mehr Bedeutung.

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