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Ethereum zündet den Kursturbo – Bitcoin zieht nach

Kursanalyse Ether XRP ADA BTC
Bildquelle: Alexander Naumann | pixabay.com

  • Gestern Nacht sind sowohl der Bitcoin- als auch der Ethereum-Kurs ausgebrochen.
  • Dabei ging Ethereum voran und Bitcoin zog nach. Grund ist die Erwartungshaltung an den Merge, welcher am 19. September stattfinden könnte.
  • Bevor Bitcoin im wöchentlichen Chart nicht oberhalb der 200-MA-Linie abgeschlossen hat, verbleibt jedoch ein hohes Risiko.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont, denn Bitcoin und Ethereum brachen gestern Nacht aus ihrer Range aus. Dabei scheint Ether insgesamt der treibende Faktor gewesen zu sein, denn Bitcoin hing für eine ganze Weile hinterher. Zum Redaktionsschluss steht Ether bei 1.461 US-Dollar und BTC bei 22.303 US-Dollar.

Der Bärenmarkt ist damit jedoch noch nicht automatisch vorbei. Während für Ethereum der Merge wieder ein heißes Thema zu sein scheint, liegt das Event aber noch in der Ferne. Zuletzt hieß es, dass man im Oktober den Start von Proof of Stake wagen könnte. Nun scheint man sich auf den 19. September verständigt zu haben.

Aus Sicht der technischen Analyse ist man mit diesem Kursanstieg noch längst nicht aus dem Schneider. Dementsprechend zeichnen sich eine Reihe möglicher Szenarien ab, wie der Vorstoß der Bullen weiter verlaufen könnte.

Bitcoin ab 30.000 US-Dollar bullish

Der Bitcoin-Kurs sollte es vorzugsweise schaffen, im wöchentlichen Chart oberhalb der 200-MA-Linie abzuschließen. Diese war in der Vergangenheit bereits zweimal der Wendepunkt nach einem Abverkauf bzw. markierte das Ende des Bärenmarktes. Sollte BTC ausgerechnet hier wieder abprallen, dann wäre das ein Zeichen von Schwäche.

Sofern der Ausbruch gelingt, so wäre der Bereich zwischen 25.000 US-Dollar und 26.000 US-Dollar ein vorläufiges Kursziel. Dort könnte ein Widerstand liegen, der ebenfalls ein wichtiger Prüfstein für die Bullen ist. Denn wenn an dieser Stelle erneut mit voller Wucht Abverkäufe einsetzen, dann besteht die Gefahr, dass der Kurs unterhalb von 20.000 US-Dollar gedrückt wird und sich der Bärenmarkt fortsetzt.

Zu guter Letzt wäre da noch die magische Linie von 30.000 US-Dollar. Sie müsste erobert werden, um die These diskutabel zu machen, dass der Bärenmarkt ein vorzeitiges Ende gefunden hat. Zwar wurden Anleger für ihren Mut belohnt, die in den letzten Wochen südlich der 20.000 US-Dollar eingekauft haben, aber einen Sieg sollten sie noch nicht feiern.

Ethereum könnte zum treibenden Faktor werden

Auch wenn es vielen Bitcoinern nicht gefallen wird: Ethereum könnte eine dominante Rolle spielen, wenn es darum geht, dass der Kryptomarkt erneut erstarkt. Der Ether-Kurs konnte am Wochenende schneller zulegen als die Mutter aller Kryptowährungen. Eine untypische Situation.

Schnell schlug das Sentiment auf Social Media um und der Merge war in aller Munde. Dabei handelt es sich um die finale Umstellung von Proof of Work auf Proof of Stake. Der Startschuss für das Event musste jedoch erneut verschoben werden. Zuletzt hatte man sich während einer Konferenz zwischen den Entwicklern auf den 19. September geeinigt.

Dabei ist es jedoch wichtig zu verstehen, dass es sich keinesfalls um ein verbindliches Datum handelt. Denn vorher stehen noch Testläufe an, die erfolgreich absolviert werden müssen. Wenn alles nach Plan verläuft, dann könnte man im September starten. Da man den Merge verschieben musste und auch die aktuelle Roadmap keine verbindliche Wirkung hat, ist der Hype um den Merge ein Spiel mit dem Feuer. Denn sollte es zu weiteren Verzögerungen kommen, dann wird der Markt voraussichtlich negativ darauf reagieren.

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