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Ethereum Entwickler bleibt in Haft – Kaution für Virgil Griffith abgelehnt

Virgil Griffith
Bildquelle: David Mark, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Gericht lehnt Kaution ab

Virgil Griffith, seines Zeichens Ethereum Entwickler und Forscher, wurde vor einem Monat in den USA verhaftet. Ihm wird vorgeworfen Sanktionen gegen Nordkorea verletzt zu haben, indem er dem Land Hilfestellung bei Geldwäsche geleistet haben soll.

Seine Festnahme sorgte für sehr unterschiedliche Reaktionen in der internationalen Community und in der Presse. Grifith war eine geplante Reise nach Nordkorea durch US-Behörden untersagt worden. Er trat sie trotzdem an. Seine Unterstützer sehen darin einen herausragenden Einsatz, weil er sich für freien Austausch eingesetzt hat. Seine Kritiker geben ihm aus dem gleichen Grund die Schuld an seinem eigenen Schicksal. 

Nun musste ein New Yorker Gericht darüber entscheiden, ob er bis zur Hauptverhandlung auf Kaution freigelassen werden kann oder nicht. Das Gericht kam zum dem Schluss, dass die Fluchtgefahr zu groß sei und lehnte den Antrag ab. 


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Einspruch und Petition läuft

Griffith Verteidigung hat angekündigt gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen. Eine Anhörung zu seinem Einspruch soll am 9. Januar erfolgen. Medienberichten zufolge wollte der Angeklagte bis zur Hauptverhandlung bei seinen Eltern unterkommen, denn er verfügt über keinen festen Wohnsitz in den USA. 

Während Griffith versucht vorläufig auf Kaution freizukommen, gibt es gleichzeitig eine Petition, die von Vitalik Buterin angestoßen wurde. Ob sie neben ihrem Symbolcharakter tatsächlich Wirkung entfalten kann, ist äußerst fragwürdig.

Sollte Griffith von einem Gericht für schuldig befunden werden, dann drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Das Verhältnis zwischen USA und Nordkorea gilt als extrem angespannt. Das Land gilt international weitestgehend als isoliert. Lediglich China unterhält traditionell gute Beziehungen zu Nordkorea. 

Belastende Beweise

Als der Fall bekannt wurde galten die Vorwürfe als schwer umstritten. Nun präsentierte die Staatsanwaltschaft allerdings Beweismittel, darunter auch private Kurznachrichten, die belegen sollen, dass er geplant haben soll Nordkorea bei Geldwäsche Hilfe zu leisten.

Eingangs war davon ausgegangen worden, dass Griffith lediglich einen Vortrag auf einer Konferenz gehalten hat. Diese Darstellung wurde durch mehrere Beobachter unterstützt. Allerdings liefert diese Interpretation der Ereignisse keine Anhaltspunkte für sein Handeln hinter den Kulissen. 

Das Schicksal von Griffith sieht damit düsterer aus, als es ohnehin vielleicht schon war.