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El Salvador hält Bitcoin-Konferenz mit 44 Teilnehmerstaaten ab

El Salvador Landesflagge
Bildquelle: jorono, pixabay.com

  • Präsident Bukele kündigte heute eine Konferenz mit 44 Teilnehmerstaaten an.
  • Die Teilnehmer entsenden Delegationen ihrer Zentralbanken und Finanzbehörden.
  • Gemeinsam will man die Vorteile von Bitcoin und seiner Einführung als Währung erörtern.

Via Twitter kündigte Präsident Bukele für morgen eine Bitcoin-Konferenz an, die von Teilnehmern aus 44 Ländern besucht werden wird. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Delegationen der jeweiligen Zentralbanken der Länder oder ihrer Finanzbehörden. Dominiert wird das Publikum von afrikanischen Staaten, darunter Ägypten, Ghana und Nigeria.

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Schwerpunktthema der Konferenz ist die Einführung von Bitcoin als Währung zur Förderung der finanziellen Inklusion. In vielen Entwicklungsländern mangelt es an Zugang zu Bankdienstleistungen für die Bevölkerung, was letztlich auch einer der Gründe für El Salvador war, auf Bitcoin zu setzen.

Bisher ist El Salvador in Bezug auf Bitcoin ein Leuchtturmprojekt. In keinem anderen Land auf der Welt wurde bisher die Einführung von Bitcoin als Währung sowohl gesetzlich als auch in der Praxis stringent durchgesetzt. Ende April wurde bekannt, dass die Zentralafrikanische Republik ebenfalls Bitcoin als Zahlungsmittel einführen will. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung dieser Pläne aus verschiedenen Gründen schwieriger als in El Salvador.

Kommt der Bitcoin-Standard?

Man darf gespannt sein, zu welchem Ergebnis die Teilnehmer kommen werden. Bitcoin bietet zwar große Chancen, gleichermaßen darf die Infrastruktur in den jeweiligen Ländern nicht zu schwach sein. Verfügt die Bevölkerung beispielsweise nur über mangelhaften Zugang zum Internet, dann kann Bitcoin nur schwache Impulse geben.

Ein weiteres Thema ist das Vertrauen der Menschen in das neue Geld. Schließlich ist Bargeld in vielen ärmeren Ländern wesentlich beliebter, weil man seine Mittel wortwörtlich in den Händen hält und bei Bedarf liquide ist.

Die Teilnehmerländer im Überblick.

Selbst wenn sich die Teilnehmer der Konferenz dazu entschließen sollten, Bitcoin einzuführen, so wäre die Arbeit damit noch längst nicht getan. Wie El Salvador beweist, ist der Weg lang und steinig. So geriet Präsident Bukele wiederholt in die Kritik, weil er BTC nachkaufte und in die Staatskasse legte. Bisher geht seine Strategie nicht auf und das Land befindet sich mit seinen Zukäufen im Minus. Somit muss sich die politische Führung der jeweiligen Länder auch damit auseinandersetzen, was ein mögliches Scheitern der Einführung für sie bedeuten könnte.  

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