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Digitaler Euro: EZB startet zweijährige Probephase

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Bildquelle: S. Hermann & F. Richter, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Die EZB startet eine zweijährige Probephase für den digitalen Euro.
  • Damit will man einen Gegenentwurf zu Kryptowährungen und Stablecoins entwickeln.
  • Man will sich bei der Entwicklung auch dem Schutz der Privatsphäre widmen.

Der digitale Euro nimmt Formen an. Man nähert sich zwar nur sehr langsam einem Ergebnis, dafür aber beständig und so gab die EZB vorgestern den Start der Probephase bekannt, die 24 Monate dauern soll.

Die Probephase soll dazu dienen, den Bedarf bzw. die Spezifikationen des digitalen Euros weiter zu konkretisieren. So will man auch sicherstellen, dass man mit der Digitalwährung keine illegalen Aktivitäten aufnehmen kann. Im Kontrast dazu möchte man gleichzeitig dafür sorgen, dass die Bürger durch die Nutzung nicht gläsern werden und will ihre Privatsphäre schützen.

Ob man Kontrolle und Datenschutz miteinander vereinen kann, wird unter Beweis zu stellen sein. Auf den ersten Blick wirkt dieser Aspekt zumindest ambitioniert, wenn nicht gar unlösbar. Immerhin stellte man klar, dass der digitale Euro das Bargeld nicht ablösen soll, sondern komplementär existieren wird.

Das dauert zu lange

Bis zu einem gewissen Maß ist die notwendige Sorgfalt und Vorsicht, die man bei der Entwicklung walten lässt, durchaus angebracht. Andererseits ließ man sich im Vergleich zu China extrem viel Zeit. Dort erklärte man im Jahr 2019 Blockchain-Technologie zur Priorität und lieferte noch im Jahr 2020 erste Lösungen.

Wenn die Probephase für den digitalen Euro beendet ist, wird man das Jahr 2023 schreiben und erst dann will man beratschlagen, ob und wie man ihn einführen wird. Es ist absehbar, dass Lösungen der Privatwirtschaft schneller und besser verfügbar sein werden. Im Prinzip haben Verbraucher schon jetzt einen Korb voll mit Stablecoins zur Hand, die unterschiedliche Konzepte realisieren.

Darunter beispielsweise USDT, USDC und DAI. Am Ende könnte es passieren, dass ein digitaler Euro nicht länger interessant ist, weil man zu lange gewartet hat. Einzig das regulatorische Damoklesschwert, welches über diesen Produkten schwebt, könnte daran etwas ändern. Allerdings dürfte es schwer werden, dezentrale Stablecoins wie etwa DAI zu regulieren bzw. zu untersagen.

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